19 April 2026, 10:14

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Kemptener Ehepaar vor Gericht

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Kemptener Ehepaar vor Gericht

In Kempten hat ein Prozess begonnen, nachdem ein städtischer Mitarbeiter und seine Ehefrau beschuldigt werden, fast 1,9 Millionen Euro aus kommunalen Parkuhren gestohlen zu haben. Das Ehepaar soll das System über zehn Jahre lang betrieben haben, bis eine Bank im November 2025 verdächtige Transaktionen entdeckte. Beide befinden sich seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft.

Der 40-jährige Mann arbeitete für die Stadt und entleerte systematisch über ein Jahrzehnt hinweg Parkuhren. Seine 38-jährige Ehefrau soll ihm geholfen haben, das Geld zu waschen, indem sie Bargeld auf verschiedene Konten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte. Ihre Aktivitäten blieben weitgehend unbemerkt, bis Finanzinstitute ungewöhnliche Transaktionen meldeten.

Nach der Festnahme ergriff die Stadt Kempten umgehend Maßnahmen: Sämtliche Schlösser der Parkuhren wurden ausgetauscht, und die Wartungsarbeiten wurden an ein externes Unternehmen übertragen, um weitere Diebstähle zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder.

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Der Prozess dauert an, während die Ermittler das Ausmaß des Betrugs aufklären. Das Paar konnte jahrelang weitgehend ungestört agieren, bis das Bankensystem Ende 2025 ihre Machenschaften aufdeckte.

Der Fall hat zu strengeren Kontrollen der Parkeinnahmen in Kempten geführt. Die Behörden haben bereits die Schlösser ausgetauscht und die Wartung ausgelagert, um künftige Diebstähle zu erschweren. Das Urteil wird entscheiden, ob das Paar die gesamte gestohlene Summe zurückerstatten muss.

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