03 April 2026, 02:14

ABDA startet radikale Umstrukturierung unter neuer Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle

Diagramm der organisationalen Struktur der Europäischen Union mit Landesflaggen und beschrifteten Abteilungen und ihren Rollen.

ABDA startet radikale Umstrukturierung unter neuer Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) steht vor einem tiefgreifenden internen Umbruch. Die Organisation schafft ihr bisheriges Ressort-System ab und führt stattdessen 14 neu gebündelte Fachabteilungen ein. Diese Neuordnung erfolgt im Zuge des Amtsantritts von Franziska Erdle als neue Hauptgeschäftsführerin, die damit Dr. Sebastian Schmitz ablöst.

Bisher war die ABDA in eigenständige Bereiche gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern geführt wurden. Künftig werden diese Abteilungen aufgelöst und durch die 14 spezialisierten Einheiten ersetzt. Einige davon unterstehen direkt Erdle, andere dem zentralen Vorstand.

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Im Rahmen der Umstrukturierung übernimmt Claudia Korf eine Position als stellvertretende Geschäftsführerin. Gleichzeitig gehen Lutz Tisch und Professor Dr. Martin Schulz in den Ruhestand. Die Stelle des Pharmaziedirektors, zuletzt besetzt von Dr. Christiane Eckert-Lill, wird nicht neu vergeben.

Die Veränderungen folgen auf Erdles Berufung im Jahr 2023. Seit ihrem Amtsantritt hat sie die internationale Arbeit der ABDA ausgebaut, die Zusammenarbeit mit der Europäischen Apothekervereinigung (PGEU) intensiviert und WHO-Projekte zu digitaler Gesundheit und Antibiotikaresistenzen unterstützt. Ihr Kurs unterscheidet sich damit von dem ihres Vorgängers Schmitz, der sich stärker auf die nationale Digitalisierung und Gesundheitsreformen in Deutschland konzentriert hatte. Politisch setzt Erdle auf eine stärkere Einflussnahme auf EU-Ebene, hat Beraterrollen in Brüssel gesichert und an gemeinsamen Positionspapieren zur Rolle von Apothekern in der Primärversorgung sowie zu Nachhaltigkeitsthemen mitgewirkt.

Die Umstrukturierung soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Der Umbau markiert eine klare strategische Neuausrichtung der ABDA unter Erdles Führung. Mit weniger Abteilungen und einer zentralisierteren Struktur will die Organisation ihre Abläufe effizienter gestalten. Die Änderungen spiegeln zudem den verstärkten Fokus auf internationale Vernetzung und eine aktivere Mitgestaltung der EU-Gesundheitspolitik wider.

Quelle