24 May 2026, 04:18

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Alarm bei Bildung, Polizei und Gleichstellung aus

Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Warnungen vor AfD-Regierungsbeteiligung und deren Folgen für Bildung, Gleichheit und Polizei

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Alarm bei Bildung, Polizei und Gleichstellung aus

Wachsende Warnungen vor den Folgen einer AfD-Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt

Zunehmend werden Bedenken laut über die möglichen Auswirkungen eines Regierungsantritts der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt. Mehrere Institutionen und Amtsträger warnen vor geplanten Änderungen in der Bildungspolitik, bei der Polizei und in der Gleichstellungspolitik, wie sie die Partei anstrebt.

Die AfD beabsichtigt, das Amt der aktuellen Gleichstellungsbeauftragten des Landes, Sarah Schulze, abzuschaffen. Stattdessen will die Partei eine „Familienbeauftragte“ einführen – ein Vorhaben, das Schulze als Rückschritt für die Gleichstellungspolitik kritisiert.

Im Bildungsbereich sehen die AfD-Pläne unter anderem das Ende der Schulpflicht sowie die Abschaffung inklusiver Klassen vor. Zudem soll die Landeszentrale für politische Bildung durch ein „Landesinstitut für politische Bildung und kulturelle Identität“ ersetzt werden. Maik Reichel, der Leiter der Landeszentrale, warnt vor einer einseitigen Ausrichtung der Lehrinhalte. Malte Gerken von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchtet, dass solche Maßnahmen den Lehrkräftemangel verschärfen und die gesellschaftliche Spaltung vertiefen könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Darüber hinaus will die AfD die Schulcurricula stärker auf „Heimatkunde“ ausrichten – ein Vorhaben, das bei Pädagogen auf Besorgnis stößt. Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, warnt, dass auch Universitäten und die akademische Freiheit leiden könnten, falls die Partei an die Macht kommt.

Unterdessen betont Nancy Emmel, stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Sachsen-Anhalt, dass die Pflicht der Beamten darin bestehe, das Gesetz zu wahren – und nicht einer politischen Partei zu dienen. Sie fordert ein stärkeres Bewusstsein für die Verfassungsloyalität sowie das Recht, rechtswidrige Anordnungen abzulehnen. Damit signalisiert sie die Sorge vor einem möglichen Einfluss der AfD auf die Polizeiarbeit.

Die von der AfD vorgeschlagenen Reformen sorgen bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst und in der Bildung für Unruhe. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie die Bildungs-, Sicherheits- und Gleichstellungspolitik in Sachsen-Anhalt grundlegend verändern. Kritiker warnen vor langfristigen Folgen für Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Quelle