Altkleidersammlung im Landkreis wird stark eingeschränkt – was sich jetzt ändert
Nina BauerAltkleidersammlung im Landkreis wird stark eingeschränkt – was sich jetzt ändert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung
Nach schweren Marktstörungen in der Recyclingbranche – darunter Pleiten von Sortieranlagen – passt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Sammlung von Alttextilien an. Bürger müssen sich künftig auf weniger Annahmestellen und strengere Regeln für Spenden einstellen.
Bisher sammelte der Landkreis jährlich rund 300 Tonnen Altkleidung. Die Einnahmen daraus halfen, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch der Markt für Secondhand-Kleidung ist zusammengebrochen: Sinkende Stoffqualität und finanzielle Probleme großer Sortierbetriebe haben die Branche erschüttert.
Um Kosten zu sparen und die Materialqualität zu verbessern, reduziert der Landkreis die Zahl der frei zugänglichen Container. Stattdessen setzt er auf zentrale, möglichst betreute Standorte. In Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön wurden bereits erste Behälter entfernt.
Das Recyclingzentrum in Kaltennordheim ist nun der zentrale Annahmeort für die Region Hohe Rhön. Bürger werden darauf hingewiesen, keine Säcke oder Müll neben den Containern abzulegen. Nur saubere, tragbare Textilien werden angenommen – darunter Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Gürtel oder Taschen.
Nicht mehr akzeptiert werden stark verschmutzte Kleidung, nasse Textilien, Teppiche, Matratzen oder Hausmüll. Auch Elektronik, Kunststoffe und Papier gehören nicht in die Altkleidercontainer.
Mit den Änderungen will der Landkreis die Sammlung effizienter gestalten und die Materialqualität in einem schwierigen Marktumfeld sichern. Durch weniger Container und strengere Vorgaben sollen Verunreinigungen und Betriebskosten sinken. Bürger müssen sich künftig an die neuen Regeln halten, wenn sie Alttextilien spenden.






