Arzneimittelknappheit 2026: Über 550 Medikamente in Deutschland nicht verfügbar
Nina BauerArzneimittelknappheit 2026: Über 550 Medikamente in Deutschland nicht verfügbar
Deutschland steht zu Beginn des Jahres 2026 vor einer verschärften Arzneimittelknappheit – über 550 Medikamente führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit als nicht verfügbar. Apotheken und Lieferanten müssen nun entschlossene Maßnahmen ergreifen, um Bestände zu sichern, steigende Kosten zu bewältigen und sich auf mögliche Rationierungen aufgrund von Engpässen bei Rohstoffen und logistischen Problemen vorzubereiten.
Der Jahresbeginn markiert eine entscheidende Phase für die administrativen Abläufe in der Pharmabranche. Die Teams stehen vor der Aufgabe, Lagerbestände nach der Bevorratung zu überprüfen, Lieferbedingungen zu verifizieren und auf bevorstehende Preiserhöhungen zu reagieren. Viele Unternehmen haben bereits weitere Anpassungen für 2026 angekündigt, was die Büros zwingt, noch zu alten Konditionen gelagerte Bestände zu prüfen oder Verkaufspreise neu zu kalkulieren.
Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams ist unerlässlich, um im Falle von Rationierungen Prioritäten bei der Zuteilung durchzusetzen. Engpässe bei Rohstoffen und logistische Flaschenhälse könnten die Lieferketten weiter belasten – Koordination hat daher höchste Priorität. Zudem beginnt im Januar die saisonale Planung: Bestellungen für Grippeschutzimpfstoffe müssen bis Ende des Monats aufgegeben werden, denn die Vorbereitungen auf die nächste Grippewelle starten bereits Mitte Februar oder März.
Verträge, die im Dezember abgeschlossen wurden, sehen oft Liefertermine für das erste Quartal vor. Daher müssen nun umgehend Versandbestätigungen geprüft und die Lagerlogistik aufbereitet werden. Die Verwaltung sollte aktualisierte Preislisten und Rückgabebedingungen für den schnellen Zugriff zusammenstellen, um den Betrieb trotz anhaltender Knappheit reibungslos aufrechtzuerhalten.
Die ersten Monate des Jahres 2026 erfordern präzises Management von Fristen, Lagerbeständen und auslaufenden Verträgen. Durch vorausschauende Planung lassen sich Preissprünge abfedern und die Lieferketten für das kommende Jahr stabilisieren. Angesichts von Hunderten betroffener Medikamente wird der Erfolg der Branche maßgeblich davon abhängen, wie gut Lieferanten, Apotheken und Vertriebsteams zusammenarbeiten, um diese Herausforderungen zu meistern.






