Aschura-Marsch in Berlin löst Debatte über Kinder in theatralischen Szenen aus
Lea HerrmannAschura-Marsch in Berlin löst Debatte über Kinder in theatralischen Szenen aus
Eine Demonstration in Berlin zum Gedenken an Aschura, den schiitischen Trauertag, hat für Kritik gesorgt, nachdem Kinder an einer Nachstellung beteiligt waren. Die Veranstaltung, die bei extremer Hitze stattfand, sollte ein Zeichen der Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit setzen.
Der „Aschura-Marsch“ fand bei Temperaturen von bis zu 40°C statt. Rund 600 Menschen nahmen teil, mehrere benötigten wegen der Hitze medizinische Hilfe.
Während der Kundgebung wurden Kinder aneinandergebunden und folgten einem Mann in Gelb – Teil einer theatralischen Szene. Berlins Innensenatorin Iris Spranger verurteilte die Einbindung der Minderjährigen. Die Polizei verbot die Darstellung später nach einem Gespräch mit den Veranstaltern.
Der Leiter der Veranstaltung stoppte die Szene mit den Kindern. Vor-Ort-Dolmetscher fanden keine strafbaren Inhalte, und die Demonstration verlief insgesamt friedlich. Der Marsch verlief ohne größere Störungen. Die Behörden griffen nur ein, um die Nachstellung mit den Kindern zu unterbinden.
Der Vorfall hat eine Debatte über den Einsatz von Minderjährigen in solchen Darstellungen ausgelöst.
