Kein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl fand in einem Bierzelte statt
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt fand in diesem Jahr unter ungewöhnlichen Umständen statt. Da keine große Messehalle verfügbar war, wich die Stadt in ein Bierzelte aus, um die Stimmen auszuzählen. Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) trat in der zweiten Runde gegen den SPD-Herausforderer Florian Freund an.
Bei der ersten Wahlrunde am 8. März wurden 110.156 Stimmen abgegeben, von denen 109.569 als gültig gewertet wurden. Zwei Wochen später folgte die Stichwahl – doch der übliche Veranstaltungsort stand nicht zur Verfügung. Die bisher genutzte Messehalle war bereits vergeben, sodass die Verantwortlichen kurzfristig nach Alternativen suchen mussten.
Die Lösung fand sich beim Ostervolksfest, wo bereits Bierzelte aufgebaut waren. Eines davon wurde kurzerhand für die Wahlhelfer reserviert, um die Briefwahlstimmen auszuwerten. Teilergebnisse aus 253 von 254 Wahlbezirken zeigten Freund mit 56,6 Prozent der Stimmen in Führung, während Weber bei 43,4 Prozent lag.
Das Bierzelt wurde zum provisorischen Zentrum des Augsburger Wahlprozesses. Die endgültigen Ergebnisse werden zeigen, ob Freunds Vorsprung hält und wer damit der nächste Oberbürgermeister der Stadt wird. Der ungewöhnliche Schauplatz unterstrich die Herausforderungen, eine Stichwahl in kurzer Zeit zu organisieren.






