05 June 2026, 14:44

Aysha Rafaele inszeniert packenden True-Crime-Zweiteiler über einen realen Mordfall

'Vengeance: Mord auf dem Heideland' - Schöpferin Aysha Rafaele klagt über mangelnden Fortschritt in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei 'Mord durch meinen Vater' einen BAFTA-Gewinn erzielte

Aysha Rafaele inszeniert packenden True-Crime-Zweiteiler über einen realen Mordfall

Aysha Rafaele – preisgekrönte Filmemacherin bringt neuen True-Crime-Zweiteiler zu Channel 4

Die vierfach mit dem BAFTA ausgezeichnete Regisseurin Aysha Rafaele präsentiert mit Vengeance: Mord in der Heide ein neues faktenbasiertes Drama auf Channel 4. Die zweiteilige Serie beleuchtet den realen „Honeytrap-Mord“ an Gagandip Singh und feiert am kommenden Sonntagabend Premiere.

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Das Projekt knüpft an Rafaeles früheren Erfolg mit Dirty Business an, einer weiteren Channel-4-Produktion, die von der Kritik gefeiert wurde. Für Vengeance wählte sie einen ungewöhnlichen Weg: Statt sich an die Drama-Abteilung zu wenden, kontaktierte sie direkt die Dokumentarfilm-Redaktion. Diese Strategie beschleunigte die Entwicklung und sicherte die Produktionsfreigabe.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Mord an Singh. Die Hauptrollen übernehmen Asim Chaudhry und Laila Rouass. Rafaele faszinierte vor allem die moralische Ambivalenz der Figuren – Menschen, die zugleich Opfer und Täter waren. Sie zeichnete nicht nur für Drehbuch und Regie verantwortlich, sondern produzierte die Serie auch selbst.

Trotz ihrer Erfolge kämpft Rafaele weiterhin darum, mehr authentische Geschichten aus ihrer Community auf die Leinwand zu bringen. Seit ihrem preisgekrönten Drama Murdered by my Father (2017) hatte sie auf eine größere Vielfalt im britischen Fernsehen gehofft. Doch noch immer gestalten sich solche Projekte als schwierig umsetzbar.

Obwohl Vengeance moralisch komplexe Botschaften transportiert, wird die Serie bereits mit packenden True-Crime-Dramen wie Adolescence oder Believe Me verglichen.

Vengeance: Mord in der Heide läuft ab diesem Sonntag auf Channel 4. Die Produktion unterstreicht Rafaeles anhaltendes Engagement, unterrepräsentierte Stimmen im britischen Faktual-Drama sichtbar zu machen – ein weiterer Schritt in ihrem Einsatz für vielfältigere und tiefgründigere Erzählformen im Fernsehen.

Quelle