31 May 2026, 22:14

Bierkrise in Deutschland: Warum Bitburger auf alkoholfreie Alternativen setzt

Bitburger hofft auf höhere Marktanteile durch die Weltmeisterschaft

Bierkrise in Deutschland: Warum Bitburger auf alkoholfreie Alternativen setzt

Deutsche Brauereien stecken in der Krise: Bierkonsum geht weiter zurück

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Die deutschen Brauereien durchleben schwierige Zeiten, denn der Bierkonsum sinkt weiterhin. 2025 brach die Produktion um fast sechs Prozent ein – besonders betroffen ist Bitburger, das schlechter abschneidet als die meisten Mitbewerber. Der Wandel hängt damit zusammen, dass vor allem jüngere Konsumenten zunehmend auf einen gesünderen Lebensstil setzen und ihren Alkoholkonsum reduzieren.

Der Rückgang beim Bierabsatz trifft die Brauereien hart, allen voran Bitburger. Die Deutschen gehen seltener aus und trinken weniger Bier, oft verzichten sie sogar auf das dritte Glas. Diese veränderten Gewohnheiten führen zu einem deutlichen Nachfragerückgang und zwingen die Unternehmen, ihre Strategien zu überdenken.

Ein Lichtblick für Bitburger ist der Markt für alkoholfreies Bier. Der Brauereikonzerne führt im Segment der 0,0-Prozent-Biere und verzeichnet hier zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Absatz. Um diesen Erfolg auszubauen, will das Unternehmen alkoholfreies Bier als erfrischende, gesunde Alternative zu Getränken wie Apfelschorle oder Light-Limonaden positionieren.

Auch das Engagement von Bitburger im deutschen Fußball hat sich gewandelt. 2018 beendete die Brauerei nach 25 Jahren die Partnerschaft mit dem DFB – als Begründung nannte sie Unzufriedenheit mit der sportlichen und wirtschaftlichen Ausrichtung des Verbandes. Dennoch bleibt Bitburger offizieller Partner der Nationalmannschaft für die anstehende WM in Nordamerika. Stefan Schmitz, Geschäftsführer der Bitburger Braugruppe, betont, dass sowohl im Team als auch beim DFB heute eine bodenständigere Haltung herrscht als in den Vorjahren.

Die Probleme der Bierbranche spiegeln einen grundlegenden Wandel im Konsumverhalten wider. Während der Absatz klassischer Biere schwächelt, setzt Bitburger auf alkoholfreie Alternativen, um relevant zu bleiben. Gleichzeitig hält die anhaltende Unterstützung der Nationalmannschaft die Marke mit dem deutschen Fußball verbunden – trotz früherer Differenzen.

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