Braunschweig rettet Kita-Plätze durch Übernahme von VW Financial Services
Paul WagnerBraunschweig rettet Kita-Plätze durch Übernahme von VW Financial Services
Braunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von Volkswagen Financial Services (VW FS)
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben Betreuungsgruppen von Volkswagen Financial Services (VW FS). Der Schritt folgt der Entscheidung des Unternehmens, seine betriebliche Kindertagesstätte Freche Daxe wegen sinkender Nachfrage zu schließen. Durch die Übernahme entfällt für die Stadt der Neubau einer Kita im Gebiet Wenden-West.
Seit 2008 hatte VW FS seine betriebliche Kita vollständig selbst finanziert und Braunschweig damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Da jedoch immer weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot nutzten, kündigte das Unternehmen an, die Einrichtung zu schließen. Statt weiterhin Subventionen zu erhalten, arbeitet die Stadt nun mit VW FS zusammen, um den lokalen Betreuungsbedarf zu decken.
Laut der neuen Vereinbarung wird die Stadt ab August sieben der zehn bestehenden Gruppen übernehmen. VW FS zahlt jährlich rund 475.000 Euro, um 55 Plätze für Kinder seiner Beschäftigten zu reservieren. Die verbleibenden Plätze stehen Familien aus den Wenden-Siedlungen offen und entlasten so die geplante Neueinrichtung der Stadt.
Durch die Umstrukturierung übernimmt Braunschweig die Betriebskosten der Gruppen in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig spart die Stadt jedoch die hohen Ausgaben für den Neubau einer Kita in der Entwicklungszone Wenden-West.
Die Übernahme ermöglicht es der Stadt, bestehende Räumlichkeiten umzunutzen, statt neu zu bauen. Kinder aus den nahegelegenen Siedlungen füllen die freien Plätze, während Beschäftigte von VW FS weiterhin Vorrang haben. Die Lösung verbindet Kosteneinsparungen mit einer weiterhin gesicherten Kinderbetreuung für den Stadtteil.






