BSW attackiert Linke für geplante CDU-Kooperation in Sachsen-Anhalt – "katastrophaler Fehler"
Nina BauerBSW attackiert Linke für geplante CDU-Kooperation in Sachsen-Anhalt – "katastrophaler Fehler"
Die BSW-Partei hat die Bereitschaft der Linken kritisiert, in Sachsen-Anhalt die CDU zu unterstützen. BSW-Chef Fabio De Masi bezeichnete den Schritt als „katastrophal“ und argumentierte, dies stärke nur die rechtsextreme AfD. Aktuelle Umfragen zeigen die AfD in der Region führend, wobei ihr Kandidat Ulrich Siegmund möglicherweise eine Alleinregierung bilden könnte.
Die Führung der Linken hat signalisiert, dass sie mit der CDU und dem amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze zusammenarbeiten könnte, um die AfD von der Macht fernzuhalten. De Masi sieht diese Kooperation als Teil einer langfristigen Annäherung der Linken an die CDU – zugunsten der politischen Ziele von Friedrich Merz. Er wirft der Partei vor, bereits CDU-Positionen unterstützt zu haben, etwa bei der Aussetzung der Schuldenbremse für Militärhaushalte und bei Merz’ Rentenreformen.
De Masi bezeichnet die Linke als „letzten Rettungsanker“ der CDU und wirft ihr vor, sich bei Bedarf mit Merz zu verbünden. Stattdessen plädiert er für einen „demokratischen Neuanfang“ in Sachsen-Anhalt. Sein Vorschlag sieht einen parteilosen Ministerpräsidenten vor, der mit flexiblen parlamentarischen Mehrheiten regiert. Zudem fordert er Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in der Bildungspolitik sowie ein österreichisches Rentenmodell auf Bundesebene.
Der Streit zeigt, wie tief die Gräben bei der Frage sind, wie dem Aufstieg der AfD in Sachsen-Anhalt begegnet werden soll. De Masis Kritik unterstreicht die Ablehnung der BSW gegenüber einem Bündnis von Linken und CDU. Die anstehende Landtagswahl wird zeigen, ob eine solche Zusammenarbeit eine AfD-geführte Regierung verhindern kann.






