Bundesländer fordern nationale Reserve für Stromnetz-Notfälle nach Berliner Blackout
Paul WagnerBundesländer fordern nationale Reserve für Stromnetz-Notfälle nach Berliner Blackout
Die Innenminister der deutschen Bundesländer schlagen die Einrichtung eines nationalen Reservebestands zum Schutz kritischer Infrastruktur vor. Der Plan entsteht als Reaktion auf einen großflächigen Stromausfall in Berlin Anfang dieses Jahres, der tausende Haushalte ohne Elektrizität zurückließ. Die Verantwortlichen erhoffen sich von der Reserve eine Beschleunigung von Notfallreparaturen und eine Stärkung der Lieferketten.
Im Januar hatten Saboteure das Berliner Stromnetz angegriffen und so zehntausende Haushalte tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Vorfall zeigte, wie anfällig komplexe Netze für gezielte Störungen sind.
Als Gegenmaßnahme wollen die Minister eine „Nationale Reserve für Bau- und Reparaturmaterial“ schaffen. Der Bestandsvorrat soll unter anderem Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme umfassen. Zudem fordern sie die Bundesregierung auf, Gesetze zu erlassen, die Genehmigungsverfahren für den Transport von Schwer- und Großraumgut in Notfällen vereinfachen.
Die geplante Reserve würde helfen, kritische Infrastruktur nach Angriffen oder Ausfällen schneller wiederherzustellen. Gleichzeitig ließen sich so Verzögerungen vermeiden, die durch Schwächen in den Lieferketten entstehen. Nun wartet man auf die Unterstützung des Bundes, um den Plan in Gesetzesform zu gießen.






