Bundespolizei bangt um Einsatzfähigkeit ihrer Körperkameras bis 2023
Claudia HoffmannBundespolizei bangt um Einsatzfähigkeit ihrer Körperkameras bis 2023
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald keine funktionierenden Körperkameras mehr haben. Das Scheitern einer 5-Millionen-Euro-Ausschreibung bringt Beamte 2023 in die Gefahr, ein wichtiges Arbeitsmittel zu verlieren. Die Geräte helfen, Konflikte zu entschärfen und liefern in Vorfällen entscheidende Beweismittel.
Eigentlich wollte die Bundespolizei 2.500 neue Körperkameras beschaffen – mit der Option auf weitere 1.500. Doch das Vergabeverfahren platzte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus die Ausschreibung für Lieferanten unattraktiv machten. Zudem stellt der aktuelle Hersteller die Unterstützung für die bestehenden Modelle ein.
Die Behörden hoffen nun, dass der Lieferant die Betreuung zumindest vorübergehend verlängert. Das würde zwar Millionen kosten, könnte aber einen kompletten Ausfall verhindern. Andreas Roßkopf, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert das Innenministerium zum schnellen Handeln auf. Einige Kameramodelle sind zudem mit den Tasern der Beamten kompatibel, was ihre Bedeutung noch unterstreicht.
Ohne Lösung könnten die Beamten im kommenden Jahr ohne einsatzfähige Körperkameras dastehen. Die Geräte spielen eine zentrale Rolle bei der Deeskalation von Konflikten und der Beweissicherung. Scheitert eine Lösung, droht der Polizei eine erhebliche Ausrüstungslücke.
