Daimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Claudia HoffmannDaimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Daimler erwägt eine umfassende Umstrukturierung seiner Geschäftsbereiche. Geplant ist die Umwandlung von Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Lkw & Busse in eigenständige rechtliche Einheiten – nach dem Vorbild der Daimler Financial Services. Mit diesem Schritt will das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und profitabel bleiben.
Der Vorstand hat auf Basis einer Machbarkeitsstudie bereits grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Allerdings muss der Aufsichtsrat der Pläne noch zustimmen, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Zudem müssten die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Änderungen abstimmen.
Im Rahmen der Vorbereitungen hat Daimler einen Betrag im dreistelligen Millionenbereich zurückgestellt. Zudem stockt das Unternehmen im Rahmen der Initiative „Zukunftssicherung 2030“ seinen Pensionsfonds um drei Milliarden Euro auf. Eine Rahmenvereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern verlängert die Beschäftigungsgarantien bis Ende 2029 und schließt in diesem Zeitraum betriebsbedingte Kündigungen aus.
Trotz der Neuaufstellung betont Daimler, dass keine Geschäftsbereiche abgespalten werden sollen. Auch Kostensenkungsmaßnahmen, Effizienzprogramme oder Personalabbau sind im Zuge der Transformation nicht vorgesehen. Alle drei Sparten würden im Falle einer Umsetzung weiterhin ihren Sitz in Deutschland behalten.
Die geplante Umstrukturierung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Aufsichtsrat und Aktionäre. Sollte sie umgesetzt werden, würde sie die Konzernstruktur von Daimler grundlegend verändern – bei gleichzeitiger Beibehaltung der aktuellen Belegschaft und des Hauptsitzes in Deutschland. Das Unternehmen stellt klar, dass die Änderungen darauf abzielen, die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.






