20 June 2026, 02:13

Daimler setzt auf autonome Fahrzeuge und mögliche Milliardeninvestition aus China

Geely-Eigentümer könnte größter Daimler-Aktionär werden

Daimler setzt auf autonome Fahrzeuge und mögliche Milliardeninvestition aus China

Daimler treibt seine Pläne voran, autonome Fahrzeuge über die Partnerschaft mit Bosch auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen strebt an, in naher Zukunft hochautomatisierte Fahrzeuge der Stufe 3 sowie vollautonome Modelle der Stufen 4 und 5 einzuführen. Gleichzeitig könnte eine mögliche Investition des chinesischen Milliardärs Li Shufu die Eigentümerstruktur des Konzerns grundlegend verändern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im November 2021 hatte Geely bereits eine Beteiligung an Daimler vorgeschlagen, doch das Angebot wurde abgelehnt. Nun erwägt Li Shufu, der Gründer von Geely, über sein Unternehmen einen Milliardenanteil in Euro zu erwerben. Sollte dies gelingen, könnte er zum größten Einzelaktionär aufsteigen und damit den kuwaitischen Staatsfonds überflügeln, der derzeit 6,8 Prozent der Anteile hält.

Ein Treffen zwischen Li Shufu und dem damaligen Daimler-Chef Dieter Zetsche hat bereits stattgefunden. Der Schritt wird als strategische Maßnahme gewertet, um ein Bündnis gegen die vorrückenden Tech-Giganten in der Automobilbranche zu schmieden. Nach deutschem Recht müssen Beteiligungen ab 3 oder 5 Prozent öffentlich offengelegt werden.

Daimlers Fokus auf autonome Fahrtechnologien bleibt unvermindert stark. Während Waymo sich darauf vorbereitet, im frühen Frühjahr seine ersten Robotaxis zu starten, arbeiten Daimler und Bosch daran, eigene autonome Fahrzeuge bald auf den Markt zu bringen. Die mögliche Investition von Li Shufu könnte Geely erheblichen Einfluss auf Daimler verschaffen. Der Vorstoß des Automobilherstellers in Richtung autonomes Fahren – zusammen mit der Partnerschaft zu Bosch – markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Branche. Sollte das Geschäft zustande kommen, würde dies zudem die gesetzlich vorgeschriebene Offenlegung der neuen Beteiligung nach deutschem Recht auslösen.

Quelle