Deutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Phasen auf
Claudia HoffmannDeutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Phasen auf
Die Deutsche Bahn hat ihre Sanierungspläne für die Bahnstrecke München–Rosenheim, eine der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen und Verkehrsverbänden.
Vorbereitende Maßnahmen beginnen im Herbst 2027 und führen zu teilweisen Sperrungen der S-Bahn-Strecke. Die erste Hauptphase startet Mitte Februar 2028, wobei die Fernbahngleise für acht Wochen bis Mitte April komplett gesperrt werden. Zusätzlich sind Wochenendsperrungen und Einschränkungen während der Karnevalsferien für Anfang 2028 vorgesehen.
Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 geplant. In diesem Zeitraum werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Zudem erhält die Strecke im Rahmen der Aufrüstung das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS).
Trotz der Anpassungen übt der Verband der Güterverkehrsunternehmen scharfe Kritik am neuen Zeitplan. Die Gesamtstillstandszeit habe sich auf 24 Wochen erhöht, moniert der Verband. Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes, forderte eine bessere Koordinierung, darunter eingleisige Baustellen und frühere Ausbaumaßnahmen auf Ausweichstrecken.
Ziel des überarbeiteten Plans ist es, die Auswirkungen einer einzigen langen Sperrung zu verringern. Dennoch werden die verlängerten Stillstandsphasen den Personen- und Güterverkehr weiterhin belasten. Die Strecke München–Rosenheim bleibt eine entscheidende Verbindung für den täglichen Pendler- und Warenverkehr in der Region.






