Deutschland und Frankreich beenden ihr gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt
Nina BauerDeutschland und Frankreich beenden ihr gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt
Deutschland und Frankreich haben beschlossen, ihr gemeinsames Projekt für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation aufzugeben. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Macron kamen zu dieser Entscheidung, nachdem wiederholte Versuche gescheitert waren, die Differenzen zwischen den beteiligten Unternehmen beizulegen.
Die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden, fiel am Freitag. Ihr ging ein von Merz und Macron initiierter Vermittlungsprozess voraus, der bestätigte, dass sich die beteiligten Firmen nicht auf das weitere Vorgehen bei der Entwicklung des gemeinsamen Kampfflugzeugs einigen konnten.
Damit endet eine langwierige Pattsituation in dem Projekt. Dennoch betonten beide Staatschefs, dass die allgemeine Verteidigungskooperation zwischen den beiden Ländern fortgesetzt werde. Zudem bleibt der Kern des Future Combat Air System (FCAS), das als europäisches „System der Systeme“ beschrieben wird, weiterhin aktiv.
Bundeskanzler Merz verteidigte die Entscheidung öffentlich. Er argumentierte, sie schaffe neue Möglichkeiten für die Industrie, alternative Wege in der Entwicklung moderner Kampfflugzeuge zu erkunden.
Das gemeinsame Kampfflugzeug-Projekt ist damit offiziell beendet. Deutschland und Frankreich werden jedoch weiterhin in anderen Verteidigungsvorhaben zusammenarbeiten. Auch der FCAS-Rahmen bleibt bestehen und sichert so die weitere Entwicklung europäischer Luftkampftechnologie.






