Deutschlands Eierhandel 2025: Importe sinken, Inlandsproduktion bleibt stabil
Paul WagnerDeutschlands Eierhandel 2025: Importe sinken, Inlandsproduktion bleibt stabil
Deutschland importierte 2025 rund 5,4 Milliarden frische Hühnereier – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gingen auch die Exporte zurück: Sie sanken um 11,6 % im Vergleich zu 2024. Die heimische Produktion blieb mit 13,7 Milliarden Eiern hingegen stabil auf hohem Niveau.
Hauptlieferant für deutsche Eierimporte war 2025 erneut die Niederlande, die mit 3,7 Milliarden Eiern einen Anteil von 68,7 % an den Gesamtimporten hatte. Auf Platz zwei folgte Polen mit 861 Millionen Eiern (15,9 %), während Belgien mit 190 Millionen Eiern (3,5 %) einen kleineren Beitrag leistete.
Insgesamt verringerten sich die deutschen Eierimporte 2025 um 3,8 %. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Innerhalb des letzten Jahrzehnts gingen die Einfuhren um 20,9 % zurück – von 6,9 Milliarden Eiern im Jahr 2015 auf den aktuellen Stand. Bei den Exporten sank das Volumen auf 1,2 Milliarden Eier (2024: 1,4 Milliarden).
Trotz dieser Entwicklungen stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland 2025 auf 252 Eier pro Person. Die inländische Produktion blieb mit 13,7 Milliarden Eiern konstant und deckte den Großteil des Bedarfs ab.
Der deutsche Eierhandel zeigte 2025 damit eine zweifache Entwicklung: Sowohl Importe als auch Exporte gingen zurück, während die Niederlande ihre Position als wichtigster Lieferant festigten. Die heimische Produktion sicherte weiterhin die hohe Nachfrage. Die Zahlen spiegeln eine schrittweise Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Eiern im Verlauf der letzten zehn Jahre wider.






