DFB-Team gewinnt nach WM-Debakel und Kontroversen das Vertrauen der Fans zurück
Lea HerrmannDFB-Team gewinnt nach WM-Debakel und Kontroversen das Vertrauen der Fans zurück
Die deutsche Nationalmannschaft hat nach vergangenen Kontroversen und frühen WM-Aus das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewonnen. Das jüngste Spiel gegen Curaçao verfolgten im Schnitt 24,3 Millionen Zuschauer im ARD-Programm – ein Wert, der zweieinhalb Mal höher liegt als während der „One-Love“-Debatte 2022.
Rudi Völler, seit 2023 Nationalmannschaftsdirektor des DFB, hat den Fokus der Mannschaft wieder auf den Fußball gerichtet. Er führte die traditionelle schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde wieder ein, die bei der WM verboten gewesen war. Kapitän Joshua Kimmich betonte, das Hauptziel des Teams sei es, Deutschland wieder stolz zu machen.
Spieler mit Migrationshintergrund haben in den letzten Spielen besonders überzeugt. Florian Wirtz und Nathaniel Brown zeigten starke Leistungen für die Nationalelf. Jonathan Tah, ein deutscher Nationalspieler mit afrikanischen Wurzeln, sah sich mit Versuchen konfrontiert, ihn von einigen Journalisten als „Fremden“ zu bezeichnen. Dennoch gelten er und Felix Nmecha als Verkörperung westlicher Werte – mehr noch als manche ihrer Mannschaftskollegen.
Kritiker zogen zudem umstrittene Vergleiche: Einige setzten Spieler mit Migrationshintergrund pauschal mit Extremisten gleich und schürten so die ohnehin angespannte Stimmung.
Doch die neu gewonnene Konzentration und die überzeugenden Leistungen der Mannschaft haben das Interesse der Fans zurückgebracht. Die Zuschauerzahlen bestätigen den Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung. Nun will das Team mit Einheit und Stolz nach vorne blicken.






