30 April 2026, 08:16

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Informationsschildern, Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden; ein Schild trägt die Aufschrift "Herzlich willkommen", was auf einen deutschen Supermarkt hinweist.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen nach Migros-Rückzug aus Deutschland

Edeka hat bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut übernehmen zu wollen, nachdem sich der schweizerische Konzern Migros vom deutschen Markt zurückgezogen hat. Die Transaktion, die noch der Zustimmung des Bundeskartellamts bedarf, soll rund 4.500 Arbeitsplätze sichern und die Nahversorgung mit Lebensmitteln in zahlreichen Regionen erhalten.

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Edeka-Chef Markus Mosa betonte die Dringlichkeit der Entscheidung und warnte, dass Verzögerungen zu Filialschließungen und massenhaften Entlassungen führen könnten. Die geplante Übernahme folgt auf den Rückzug von Migros aus Deutschland, der die Zukunft von Tegut ungewiss gemacht hatte. Der Handelsriese versprach, im Falle einer erfolgreichen Übernahme alle Mitarbeiter zu behalten. Mosa sicherte zudem zu, auch weniger rentable Standorte weiterzuführen, um zu verhindern, dass Gemeinden ihren lokalen Supermarkt verlieren.

Die letzte Hürde bleibt die Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Mosa forderte eine zügige Prüfung des Vorhabens und argumentierte, dass anhaltende Unsicherheit Arbeitsplatzverluste und Filialschließungen zur Folge hätte. Kritik, wonach die Expansion von Edeka zu höheren Preisen führen könnte, wies er zurück und machte stattdessen globale Lieferanten wie Nestlé für die jüngsten Preiserhöhungen – etwa bei Schokolade – verantwortlich.

Mosas Äußerungen unterstreichen den Druck auf die Behörden, schnell zu handeln. Ohne das Eingreifen von Edeka, so seine Warnung, drohe Tegut der Kollaps – mit tausenden Arbeitslosen und Kunden, die keine Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe mehr hätten.

Mit der Übernahme würden 200 Tegut-Filialen unter das Dach von Edeka wechseln und so Arbeitsplätze sowie die Lebensmittelversorgung gesichert. Nun liegt der Ball beim Bundeskartellamt. Bei einer Genehmigung würde der Deal die deutsche Supermarktlandschaft prägen und flächendeckende Schließungen verhindern.

Quelle