03 May 2026, 04:16

Energieminister Willingmann warnt vor Jobverlusten durch explodierende Energiekosten in Sachsen-Anhalt

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart (2000–2040) zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energieminister Willingmann warnt vor Jobverlusten durch explodierende Energiekosten in Sachsen-Anhalt

Am Tag der Arbeit: Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann solidarisiert sich mit Arbeitnehmern im Land

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Am Tag der Arbeit hat sich Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hinter die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land gestellt. Er wies auf den wachsenden Druck hin, dem Jobs und Unternehmen durch explodierende Energiekosten und globale Instabilität – etwa durch die Iran-Krise – ausgesetzt sind.

Willingmann warnte, dass hohe Öl- und Gaspreise Haushalte belasten und die Betriebskosten für Unternehmen in die Höhe treiben. Ohne Gegenmaßnahmen drohten Arbeitsplatzverluste und ein Stillstand des Wirtschaftswachstums, so der Minister. Er forderte Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche auf, die deutsche Energiepolitik angesichts der aktuellen Herausforderungen zu überarbeiten.

Betont wurde von Willingmann, dass bezahlbare und verlässliche Energie entscheidend sei, um Arbeitsplätze zu sichern und die Zukunft der Region zu gewährleisten. Als positives Beispiel nannte er den Ausbau der erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt, der bereits über 20.000 Arbeitsplätze geschaffen habe. Um diesen Erfolg fortzuführen, plädierte er für eine stärkere Nutzung heimischer Energiequellen – durch den Ausbau der Erneuerbaren, die Modernisierung der Stromnetze und den Ausbau von Speicherkapazitäten.

Gleichzeitig wies Willingmann Vorwürfe zurück, wonach die Arbeitnehmer selbst für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich seien. Flexible Arbeitsmodelle seien nicht das Kernproblem, sondern steigende Kosten und unsichere Energieversorgung, argumentierte er. Stattdessen forderte er mutige Entscheidungen von Bund und EU, um Schlüsselsektoren wie die Automobilzulieferer und die chemische Industrie zu stützen – Branchen, in denen Innovation notwendig ist, um Beschäftigung langfristig zu sichern.

Seine Botschaft war eindeutig: Ohne dringende Investitionen in die Energieinfrastruktur und die Modernisierung der Industrie stehe die wirtschaftliche Stabilität Sachsen-Anhalts auf dem Spiel.

Willingmanns Appelle erfolgen zu einer Zeit, in der Unternehmen unter dem Druck steigender Energiepreise und geopolitischer Spannungen ächzen. Seine Vorschläge zielen auf den Ausbau erneuerbarer Energien, die Aufrüstung der Infrastruktur und den Schutz von Arbeitsplätzen in systemrelevanten Branchen ab. Die Äußerungen des Ministers unterstreichen die Dringlichkeit politischer Weichenstellungen, um die wirtschaftliche Zukunft der Region zu sichern.

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