Eskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger greift Kritiker scharf an
Nina BauerEskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger greift Kritiker scharf an
Ein öffentlicher Streit ist zwischen Holger Friedrich, Verleger der Berliner Zeitung, und Franz Sommerfeld, einem Kritiker der jüngsten Veränderungen der Zeitung, entbrannt. Der Konflikt eskalierte nach dem Abschied von Anja Reich-Osang, der langjährigen Chefreporterin des Blattes, die nach drei Jahrzehnten den Verlag verließ. Friedrich konterte nun mit einem scharf formulierten persönlichen Artikel auf Sommerfelds Vorwürfe.
Der Streit begann, nachdem Anja Reich-Osang die Berliner Zeitung im Juni verlassen hatte. Franz Sommerfeld kritisierte daraufhin die politische Ausrichtung der Zeitung und brachte ihren Rücktritt damit in Verbindung. Friedrich wies Sommerfelds Aussagen als "Unsinn" und "gefährlich für die Mitarbeiter" zurück. Er beharrte darauf, dass Reich-Osangs Abgang eine ganz normale Personalentscheidung gewesen sei.
In seinem Artikel machte Friedrich nicht deutlich, dass Sommerfelds Ansichten privat geäußert wurden und nicht die Haltung der Berliner Zeitung widerspiegeln. Zudem warf er dem Medienportal kress vor, unausgewogen zu berichten, und behauptete, es habe eine Geschichte über seine Ehefrau erfunden. Der Verleger ging noch weiter und bezeichnete Sommerfelds Vorwürfe als schädlich für die Mitarbeiter moral.
Der Autor des Beitrags, der über 20 Jahre Medienserfahrung verfügt, beschrieb Friedrichs Reaktion als von einem "übersteigerten Ego" und mangelnder Selbstreflexion geprägt. Er deutete an, dass dessen Vorgehen selbst innerhalb der Branche auffällig sei.
Friedrichs Verteidigung der Berliner Zeitung hat die Debatte über ihren redaktionellen Kurs weiter angeheizt. Seine Kritik an Sommerfeld und kress hat dem Streit zusätzliche Brisanz verliehen. Die Folgen von Reich-Osangs Abschied prägen weiterhin die Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung der Zeitung.






