FCAS-Aus: Airbus fordert rasche Entscheidung für neuen deutschen Kampfjet
Claudia HoffmannFCAS-Aus: Airbus fordert rasche Entscheidung für neuen deutschen Kampfjet
Das Scheitern des FCAS-Kampfjetprogramms stellt die deutsche Rüstungsindustrie vor eine Zäsur. Airbus drängt die Politik nun zu einer zügigen Entscheidung über das nächste Kampfflugzeugprojekt des Landes. Experten warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklung zurückwerfen und die Luftwaffe ohne moderne Jets zurücklassen könnten.
Nach dem Kollaps des FCAS-Programms (Future Combat Air System) hat Airbus zu raschem Handeln aufgerufen. Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betonte, dass Zögern wertvolle Zeit kosten werde. Jeder Tag ohne Entscheidung bremse die Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Kampfjets, so Pretzl.
Gleichzeitig hob er die Fähigkeit von Airbus hervor, das Projekt eigenständig voranzutreiben. Das Unternehmen verfüge über das technische Know-how, um ein eigenes Kampfflugzeug zu konstruieren und zu bauen, argumentierte er. Zudem habe Deutschland sowohl die finanziellen Mittel als auch den militärischen Bedarf für einen neuen Luftwaffe-Jet.
Auch Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstützte den Appell nach schnellen Entscheidungen. Er unterstrich die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit in jedem künftigen Kampfjetprogramm. Zugleich zeigte sich Brandl überzeugt, dass deutsche Unternehmen eine führende Rolle bei der Entwicklung der nächsten Generation von Kampfflugzeugen einnehmen könnten.
Der Druck auf Deutschland wächst, seine Luftverteidigung zu modernisieren. Airbus besteht darauf, dass politische Verzögerungen nur den Fortschritt behindern. Mit verfügbaren Mitteln und vorhandener Expertise sei das Unternehmen bereit, voranzuschreiten – vorausgesetzt, es fällt bald eine Entscheidung.






