Flugausfälle in Europa drohen: Warum der Treibstoffmangel Airlines in die Krise stürzt
Paul WagnerFlugausfälle in Europa drohen: Warum der Treibstoffmangel Airlines in die Krise stürzt
Reisende in Europa müssen ab Ende Mai mit Flugausfällen rechnen – der Grund ist ein Mangel an Flugtreibstoff. Die Krise geht auf gestörte Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus zurück. Fluggesellschaften wie die Lufthansa streichen bereits jetzt Verbindungen, um den stark gestiegenen Kosten und der knappen Versorgung zu begegnen.
Die International Air Transport Association (IATA) hat vor möglichen massiven Beeinträchtigungen gewarnt. Ihr Generaldirektor, Willie Walsh, erklärte, dass europaweite Flugausfälle noch vor Ende Mai drohen. Hauptursache ist der Lieferstopp für Treibstoff, der normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert wird – mit der Folge drastisch steigender Preise.
Die Kraftstoffkosten haben sich seit der Sperrung der Meerenge verdoppelt und zwingen die Airlines zu drastischen Maßnahmen. Die Lufthansa hat bereits 20.000 Flüge zwischen Mai und Oktober gestrichen, um rund 40.000 Tonnen Flugtreibstoff einzusparen. Betroffen sind vor allem weniger rentable Strecken ab München und Frankfurt.
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) reichen die europäischen Treibstoffreserven noch etwa sechs Wochen. Die Lufthansa will ihren überarbeiteten Sommerflugplan bis Anfang Mai vorlegen, um Passagieren Planungssicherheit zu geben.
Da die Vorräte schrumpfen und die Preise weiter steigen, reduzieren die Fluggesellschaften ihr Angebot. Mit den Streichungen versucht die Lufthansa, die vorhandenen Bestände zu strecken, während die Branche nach Lösungen sucht. Reisende sollten in den kommenden Wochen ihre Buchungen überprüfen, da es kurzfristig zu Änderungen kommen kann.






