So viele Frauen sitzen im neuen Landtag im Südwesten - Frauenanteil im Stuttgarter Landtag steigt leicht auf 33,8 Prozent
Baden-Württembergs jüngste Landtagswahl bringt leichten Anstieg der Frauenvertreterinnen
Bei der letzten Landtagswahl in Baden-Württemberg ist der Frauenanteil leicht gestiegen. Mittlerweil halten Frauen 33,8 Prozent der Parlamentssitze – ein Plus von 0,9 Prozentpunkten gegenüber der vorherigen Legislaturperiode (32,9 Prozent). Die Veränderung geht auf eine Wahlrechtsreform zurück, die mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Politik fördern soll.
Vor 2021 oblag die Aufstellung der Kandidaten weitgehend den lokalen Parteigliederungen. Dieses System begünstigte oft langjährige männliche Politiker und erschwerte es Frauen, Nominierungen zu erhalten. Um dies zu ändern, verlagerte das neue Wahlrecht mehr Kompetenzen auf die Landesverbände der Parteien. Diese können nun die Kandidatenlisten mit stärkerem Fokus auf Gleichberechtigung gestalten.
Die Grünen, die CDU und die SPD sorgten jeweils für eine paritätische Besetzung der ersten zehn Listenplätze mit Männern und Frauen. Andere Parteien verfolgten unterschiedliche Ansätze, was zu gemischten Ergebnissen führte. Trotz dieser Bemühungen blieb der Gesamtzuwachs an Frauenvertreterinnen bescheiden.
Die Grünen gingen als stärkste Kraft aus der Wahl hervor und erhielten 30,2 Prozent der Zweitstimmen. Die CDU folgte knapp mit 29,7 Prozent und sicherte sich damit den zweiten Platz im Wahlergebnis.
Die Reform hat messbare, aber begrenzte Auswirkungen auf die Geschlechterverteilung im Landtag. Mit einem Frauenanteil von knapp über einem Drittel kommt es nun darauf an, wie die Parteien die neuen Auswahlregeln künftig anwenden. Zugleich bestätigte die Wahl die Grünen als führende politische Kraft in Baden-Württemberg.