Gefängnisausbruch in Celle: Verurteilter Mörder flieht während Ausflugs mit Motorrad
Claudia HoffmannGefängnisausbruch in Celle: Verurteilter Mörder flieht während Ausflugs mit Motorrad
Verurteilter Mörder flieht aus Gefängnis in Celle – Sicherheitslücken im Strafvollzug
Benjamin F., ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, ist während eines begleiteten Ausflugs aus der Justizvollzugsanstalt Celle im Landkreis Peine geflohen. Seine Flucht wirft Fragen zur Sicherheit des Gefängnisystems auf und entfacht eine Debatte über die Praxis, auch Hochrisiko-Häftlingen Lockerungen zu gewähren.
Nach dem Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz können selbst zu lebenslanger Haft verurteilte Straftäter nach mindestens zehn Jahren Haftzeit Ausgänge erhalten. Benjamin F. hatte bereits die Voraussetzung von acht Jahren für unbegleitete Außenaktivitäten oder Kurzzeiturlaube erfüllt.
Vor seiner Flucht waren ihm bereits 38 begleitete Ausgänge genehmigt worden. Eine Verhaltensprognose hatte ihn als geringes Risiko für Flucht oder Rückfall eingestuft. Bei seinem jüngsten Ausflug floh er mit einem eigenen Motorrad, das in Braunschweig zugelassen war.
Benjamin F. besuchte seine Mutter in Vöhrum, bevor er nach einem Verkehrsunfall in Italien wieder gefasst wurde. Die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hinterfragt seitdem, wie es zur Flucht kommen konnte. Die Behörden ermitteln nun umfassend zu dem Vorfall. Der Fall hat Zweifel an der Zuverlässigkeit der aktuellen Risikobewertungen geweckt. Eine abschließende Bewertung der Flucht steht noch aus.






