Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein GU-Türkischer SV Pforzheim
Lea HerrmannVerdacht auf Geldwäsche bei Fußballteam - Männer in Haft - Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein GU-Türkischer SV Pforzheim
Zwei Männer sind im Rahmen einer Geldwäscheermittlung mit Verbindungen zu einem örtlichen Fußballverein in Untersuchungshaft genommen worden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der GU-Türkischer SV Pforzheim, nachdem Behörden verdächtige Finanztransaktionen in Millionenhöhe aufgedeckt hatten. Die Polizei beschlagnahmte große Bargeldsummen und führte in der Region mehrere Razzien durch.
Die Ermittlungen begannen, nachdem am 7. Februar 2026 29 Mitglieder des GU-Türkischer SV Pforzheim am Flughafen Stuttgart kontrolliert worden waren. Sie hatten rund 215.000 Euro in bar bei sich, angeblich auf dem Weg in die Türkei. Dies löste eine groß angelegte Operation aus, die zu zehn Durchsuchungen in Geschäftsräumen und Privatwohnungen im Raum Pforzheim führte.
Bei den Razzien beschlagnahmten die Beamten etwa 220.000 Euro in bar. Den beiden Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, seit 2022 durch kriminelle Machenschaften Edelmetalle im Wert von mehreren Millionen Euro erworben zu haben. Zudem gehen die Ermittler davon aus, dass sie Bargeld aus dem Verkauf dieser Metalle ins Ausland geschmuggelt haben.
Ein Ermittlungsrichter erließ später Haftbefehle gegen die beiden Männer. Beide bleiben bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern.
Der Fall brachte ein mutmaßliches Geldwäschenetzwerk mit Verbindungen zum GU-Türkischer SV Pforzheim ans Licht. Bisher wurden über 435.000 Euro in bar sichergestellt, die Ermittlungen laufen weiter. Den beiden Festgenommenen drohen Anklagen wegen illegaler Geldbewegungen und Vermögensdelikten.