Goodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant – Kampf um 800 Arbeitsplätze gescheitert
Nina BauerGoodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant – Kampf um 800 Arbeitsplätze gescheitert
Goodyear hat die Produktion in seinem Werk in Philippsburg früher als geplant eingestellt. Ursprünglich sollte der Standort bis zum 31. Juli betrieben werden, doch die Fertigung wurde vorzeitig beendet. Die Belegschaft hatte sechs Monate lang um den Erhalt des Standorts gekämpft.
Die Schließungspläne waren erstmals im Oktober 2016 bekannt gegeben worden. Goodyear begründete die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung hin zur Produktion gefragter Premium-Reifen. Trotz des Einsatzes der rund 800 Mitarbeiter, ihre Arbeitsplätze zu retten, stand die Schließung Mitte Mai endgültig fest.
Die Produktion lief noch bis zum 14. Juli 2017 im regulären Schichtbetrieb weiter. Wie die Gewerkschaft IG BCE mitteilte, führte ein Personalmangel jedoch zum vorzeitigen Stopp. Nun sollen die Abrissarbeiten beginnen – für die Belegschaft gibt es keine finanziellen Einbußen.
Die Fertigung im Werk ist damit vollständig eingestellt. Die Abrissarbeiten werden wie geplant voranschreiten, und die Beschäftigten behalten ihre bisherigen finanziellen Konditionen. Mit der Schließung endet Goodyears Präsenz am Standort Philippsburg.
