Grausamer Tierquälerei-Fall in Bodelshausen: Rehkitz mit Klebeband gefesselt und tot aufgefunden
Lea HerrmannGrausamer Tierquälerei-Fall in Bodelshausen: Rehkitz mit Klebeband gefesselt und tot aufgefunden
Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit Klebeband gefesselt – Tier stirbt trotz Rettungsversuch
Letzte Woche wurde in Bodelshausen im Landkreis Tübingen ein junges Reh in schwerem Zustand entdeckt: Sein Maul war grausam mit Klebeband zugebunden. Der erschütternde Vorfall hat bei Anwohnern und Tierschützern gleichermaßen Empörung ausgelöst.
Das verletzte Tier war am 20. Juni erstmals von Anwohnern in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung gesichtet worden. Helfer entfernten umgehend das Klebeband und setzten das Reh in der Nähe eines Waldrandes frei. Doch trotz der Rettungsbemühungen wurde das Tier bereits am folgenden Montagabend tot aufgefunden – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es zunächst entdeckt worden war.
Tierquälerei ist in Deutschland nach § 17 des Tierschutzgesetzes eine Straftat und kann mit Geldstrafen oder Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren geahndet werden. Studien von Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Tiermisshandlung und Gewaltkriminalität: Bis zu 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter haben in der Vergangenheit Tiere gequält.
Als Reaktion auf den Vorfall hat die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung von 2.500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Das öffentliche Bewusstsein für Tierquälerei ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Laut Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stiegen die Meldungen an die Behörden zwischen 2023 und 2025 um 25 Prozent an. Kampagnen wie #StopptTierquälerei fordern zudem schnellere Strafverfolgung in ähnlichen Fällen.
Der Tod des Rehkitzes hat die Gemeinde in Trauer zurückgelassen, während die Ermittler weiterhin nach den Verantwortlichen fahnden. PETAs Belohnung und die erhöhte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit könnten dazu beitragen, den Täter vor Gericht zu bringen. Bei einer Verurteilung drohen ihm nach deutschem Recht empfindliche Strafen.






