Grüne fragen nach Verbindungen zwischen Christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen
Nina BauerGrüne fragen nach Verbindungen zwischen Christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen
Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin fordern sie Details zu möglichen Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Gruppen und rechtsextremen Kreisen. Der Schritt folgt einer zunehmenden medialen Auseinandersetzung mit konservativ-christlichen Bewegungen im Land.
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF hatten kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen kritisch dargestellt wurden. Deutsche Medien berichten vermehrt über angebliche Verknüpfungen zwischen christlichen „Fundamentalisten“ und rechtsextremen Milieus.
In ihrer Kleinen Anfrage ersuchen die Grünen Auskunft über Umfang, Struktur und Gefahrenpotenzial christlich-fundamentalistischer Netzwerke. Zudem fragen sie nach Verbindungen dieser Gruppen zu rechtsextremen Akteuren, Parteien oder Influencern – darunter die AfD. Die Partei schlägt politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen.
Die Anfrage nennt mehrere Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und den Bundesverband Lebensrecht. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, wirft den Grünen vor, mit der Anfrage Lebensschützer und Christen fälschlich mit Extremismus in Verbindung zu bringen. Jäger sieht darin den Versuch, christlich-konservative Positionen moralisch zu diskreditieren und die Debatte einzuschränken. Riemenschneider interpretiert die Initiative als Bemühung, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.
Die Kleine Anfrage der Grünen unterstreicht die politischen und medialen Bedenken hinsichtlich extremistischer Verflechtungen in christlich-fundamentalistischen Kreisen. Die genannten Personen und Organisationen weisen die Vorwürfe zurück und kritisieren die Absicht hinter der Anfrage. Die Bundesregierung hat auf das offizielle Ersuchen um Stellungnahme bisher noch nicht reagiert.






