11 May 2026, 10:20

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Regierungsaus

Zwei Frauen stehend an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumenstrauß, sprechen auf einer Grünen Party-Veranstaltung über Umweltschutz.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Regierungsaus

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben erstmals in ihrer Parteigeschichte eine rein weibliche Führung gewählt. Die 33-jährige Stadträtin Christin Sauer aus Mainz und Carolin Cloos aus Worms werden künftig gemeinsam den Landesverband leiten. Ihre Wahl folgt auf den Austritt der Partei aus der Regierung nach 15 Jahren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei der Landtagswahl im März erreichten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen und zogen mit zehn Sitzen in den neuen Landtag ein. Damit endete ihre langjährige Rolle in der Regierungskoalition. Nun wollen sie die kommende große Koalition mit scharfen politischen Debatten herausfordern und das zurückweisen, was sie als mögliche „Rückschritte“ im Land bezeichnen.

Sauer ist seit 2019 Mitglied des Mainzer Stadtrats und leitete von Ende 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Green-Kreisverband. Cloos erhielt bei ihrer Wahl zur Co-Vorsitzenden 72,28 Prozent der Stimmen. Beide Frauen wollen bis 2029 das Vertrauen auf kommunaler und Bundesebene zurückgewinnen, mit dem Ziel, 2031 wieder an die Regierung zurückzukehren.

Katrin Eder wird die Grünen-Fraktion im Landtag führen und die legislative Strategie der Partei verantworten. Zudem planen die Grünen, die Bürgerbeteiligung zu stärken und in der Opposition besonders auf die Anliegen der Bevölkerung zu hören.

Die neue Führung markiert einen Wendepunkt für die Grünen in Rheinland-Pfalz. Mit einem rein weiblichen Vorstand und einem klaren Oppositionsplan strebt die Partei an, in den nächsten sechs Jahren wieder an Einfluss zu gewinnen. Der Fokus liegt nun auf lokaler Vernetzung und politischen Herausforderungen an die neue Regierung.

Quelle