Handwerk in Sachsen-Anhalt kämpft mit Stellenabbau und sinkenden Umsätzen
Paul WagnerHandwerk in Sachsen-Anhalt kämpft mit Stellenabbau und sinkenden Umsätzen
Handwerksbetriebe in Sachsen-Anhalt bauen Stellen ab – Wirtschaftsdruck nimmt zu
Vorläufige Daten des Landesamtes für Statistik zeigen, dass das Handwerk in Sachsen-Anhalt mit rückläufigen Umsätzen und sinkender Beschäftigung zu kämpfen hat. Branchenvertreter fordern nun politische Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen.
Wie aus dem aktuellen Quartalsbericht zum Handwerk hervorgeht, verzeichnet Sachsen-Anhalt einen deutlichen Einbruch. Im Bausektor sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent. Auch Kfz-Werkstätten, das Nahrungsmittelhandwerk und handwerkliche Gesundheitsberufe mussten Rückgänge bei den Umsätzen hinnehmen.
Selbst in Bereichen mit steigenden Umsätzen, etwa bei Friseuren und Fotografen, wurde Personal abgebaut. Der Landesinnungsverband des sächsischen Handwerks meldet einen breiten Rückgang unter seinen Mitgliedern und macht die Industrieflaute sowie explodierende Kosten dafür verantwortlich. Viele Betriebe verschieben Investitionen angesichts der Unsicherheit und hohen Belastungen.
Steigende Beschaffungskosten für Energie und Treibstoffe, dazu Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben, verschärfen die Lage zusätzlich. Handwerksverbände in ganz Deutschland fordern nun Reformen, um die Branche zu entlasten.
Die vorläufigen Zahlen bestätigen eine schwierige Phase für das Handwerk in Sachsen-Anhalt. Stellenabbau und sinkende Umsätze zeigen die Folgen der wirtschaftlichen Schwäche und der hohen Kosten. Branchenvertreter betonen, wie dringend politische Maßnahmen nötig sind, um die Situation zu stabilisieren.






