06 May 2026, 03:06

Haseloff und Ramelow warnen vor dramatischen Folgen eines AfD-Wahlsiegs

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Haseloff und Ramelow warnen vor dramatischen Folgen eines AfD-Wahlsiegs

Die früheren Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Bodo Ramelow haben drastische Warnungen vor den möglichen Folgen eines AfD-Wahlsiegs ausgesprochen. Beide Politiker betonten, dass demokratische Standards, die Anerkennung von Bildungsabschlüssen und die staatliche Sicherheit ernsthaft gefährdet sein könnten, falls die Partei bei den anstehenden Landtagswahlen an die Macht kommt.

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Reiner Haseloff, der zuvor Sachsen-Anhalt regierte, wandte sich direkt an Schülerinnen und Schüler. Er warnte, dass ihre Abiturzeugnisse möglicherweise ihre allgemeine Anerkennung verlieren könnten, sollte die AfD die Regierung übernehmen. Mit historischen Vergleichen zog er Parallelen zwischen dem Aufstieg der AfD und dem Einzug der NSDAP in den Anhaltischen Landtag im Jahr 1932. Haseloff forderte die Wähler auf, sich zwischen dem Erhalt der Demokratie und der Unterstützung der AfD zu entscheiden, und deutete an, dass die Sicherheitsbehörden unter einer AfD-Regierung grundlegend umgestaltet werden könnten.

Bodo Ramelow, ehemaliger Thüringer Ministerpräsident und aktueller Bundestagsvizpräsident, teilte diese Bedenken. Er riet AfD-Anhängern, sich nicht zu wundern, wenn demokratische Normen und der Rechtsstaat nach einem Wahlsieg der Partei an Bedeutung verlieren würden. Seine Äußerungen folgten auf Fragen, ob Beamte der Partei im Falle eines Machtwechsels sensible Informationen vorenthalten sollten.

Auch andere Stimmen meldeten sich zu Wort. Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD, bezeichnete eine absolute AfD-Mehrheit als eine Art „feindliches Gebiet“, auf das das deutsche föderale System nicht vorbereitet sei. Gleichzeitig fragte Stephan Kramer, Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, ob vertrauliche Akten mit der AfD geteilt werden dürften. Er warnte zudem, dass EU-Fördergelder, Bundesfinanzhilfen und die universitäre Anerkennung landesweiter Abschlüsse auf dem Spiel stünden.

Die Warnungen unterstreichen die Ängste vor den möglichen Auswirkungen der AfD auf Bildung, Sicherheit und staatliche Verwaltung. Bei einem Wahlsieg der Partei könnten Abiturzeugnisse ihre automatische Anerkennung verlieren, der Zugang zu Nachrichtendienst-Informationen eingeschränkt und finanzielle Unterstützung gestrichen werden. Beamte haben deutlich gemacht, dass solche Veränderungen die Funktionsweise des Staates grundlegend verändern würden.

Quelle