Heidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli gibt Hoffnung im Abstiegskampf
Nina BauerHeidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli gibt Hoffnung im Abstiegskampf
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli und hält sich in der Bundesliga die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt
Mit dem entscheidenden 2:0 gegen den FC St. Pauli bewahrte der 1. FC Heidenheim seine schmalen Chancen auf den Verbleib in der Bundesliga. Doch das Spiel wurde auch zur Bühne für eine berührende Geste: Stürmer Eren Dinkçi widmete seinen Treffer seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist. Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) meldeten sich Hunderte als potenzielle Stammzellspender, um Patienten in Not zu helfen.
Dinkçi, der aktuell von Freiburg ausgeliehen ist, erzielte das Führungstor. Nach seinem Tor deutete er in Richtung Tribüne – eine Hommage an Cinja. Später erklärte er, der Treffer solle ihr in der schwierigen Phase der Behandlung Kraft und Freude schenken.
Die Kampagne zur Gewinnung von Stammzellspendern gewann vor dem Spiel an Fahrt. Der 1. FC Heidenheim und die DKMS richteten Registrierungsstellen ein und riefen die Fans zur Teilnahme auf. Allein in Freiburg ließen sich 688 Menschen als mögliche Spender typisieren. Dinkçi und Cinja betonten stets, dass es bei der Aktion nie nur um sie ging – im Mittelpunkt standen alle Patienten, die dringend auf einen passenden Spender warten.
Trainer Frank Schmidt lobte nicht nur Dinkçis Leistung auf dem Platz, sondern auch sein Engagement für die Aufklärungskampagne. Der Sieg katapultierte Heidenheim vorerst vom letzten Tabellenplatz und verschob den Abstieg um mindestens eine weitere Woche.
Der Erfolg brachte dem Team eine kurze Verschnaufpause im Abstiegskampf. Gleichzeitig zeigte der Zuspruch für die Spenderaktion, wie sehr Fußball über das Sportliche hinauswirken kann: Dank der persönlichen Geschichte eines Spielers stehen nun Hunderte bereit, fremden Menschen in Not zu helfen.






