16 April 2026, 00:21

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Plakat aus der deutschen Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt, der die Veranstaltung ankündigt.

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses, bestätigte zwar einen Anstieg solcher Vorfälle, wies jedoch Vorwürfe zurück, die diese mit Migration in Verbindung bringen. Unterdessen fordert die AfD eine strengere Erfassung von Schulgewalt und wirft Esken vor, das Problem zu verharmlosen.

Esken räumte ein, dass mittlerweile fast jeder fünfte Schüler in Deutschland von Cybermobbing betroffen ist. Zudem verwies sie auf einen generellen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle und betonte, dass Polizeistatistiken in allen Bundesländern eine deutliche Zunahme zeigen. Ihrer Ansicht nach liegt die Ursache vor allem im mangelnden Konfliktlösungsvermögen junger Menschen – und nicht in der Migration.

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Die AfD, vertreten durch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch, widersprach Eskens Position scharf. Von Storch warf der SPD-Politikerin vor, den Zusammenhang zwischen Schulgewalt und Migration zu ignorieren. Die Partei forderte zudem eine systematischere Erfassung von Gewalttaten, insbesondere solcher mit religiösen Motiven.

Vertreter von Union, Grünen und Linken stimmten zwar darin überein, dass Schulgewalt ein wachsendes Problem darstellt. Gleichzeitig kritisierten sie den Ansatz der AfD als vereinfachend und der Komplexität des Themas nicht gerecht werdend. Trotz der unterschiedlichen Standpunkte wurden die AfD-Anträge zur Schulgewalt zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte hat tiefe Gräben bei der Ursachenforschung von Schulgewalt offenbart. Während Esken und andere Parteien gesellschaftliche Faktoren in den Vordergrund stellen, beharrt die AfD auf einer migrationsbezogenen Erklärung. Die Angelegenheit wird nun in den parlamentarischen Gremien vertieft untersucht.

Quelle