30 March 2026, 20:16

Hubertz plant staatlichen Wohnungsbaukonzern gegen die Wohnungsnot in Deutschland

Schwarz-weißer architectural floor plan of the former German Chancellor's office, showing detailed layout and text annotations.

Hubertz plant staatlichen Wohnungsbaukonzern gegen die Wohnungsnot in Deutschland

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für einen neuen staatlichen Wohnungsbaukonzern in Deutschland vorgestellt. Das Vorhaben soll die Wohnungsnot im Land durch groß angelegte öffentliche Bauprojekte lindern. Hubertz bezeichnete die Initiative als möglichen "Game-Changer" im Kampf gegen steigende Kosten und das begrenzte Angebot.

Erste Gespräche dazu haben bereits begonnen, weitere Beratungen sollen im Laufe des Sommers folgen. Die SPD-Politikerin räumte ein, ihre Partei sei für die Verzögerung von Reformen kritisiert worden, und betonte die Dringlichkeit schnellerer Lösungen.

Der geplante Bundeswohnungsbaukonzern würde eine Änderung des Grundgesetzes erfordern. Hubertz argumentierte, dass bestehende Maßnahmen – etwa die der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) – zu stark auf Bundesbedienstete fokussiert seien. Stattdessen brauche es Wohnraumlösungen, die der gesamten Bevölkerung zugutekommen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Finanzminister Lars Klingbeil unterstützte den Vorschlag und erklärte, ein staatlicher Wohnungsbauer könnte den Bau von Wohnungen beschleunigen. Hubertz unterstrich zudem, wie wichtig es sei, das Vertrauen in sozialen Aufstieg wiederherzustellen: Wer hart arbeite, solle ein gutes Leben führen können – inklusive Wohneigentum.

Mindestens ein Bundesland, Baden-Württemberg, hat bereits Schritte unternommen, um den sozialen Wohnungsbau zu stärken. Der Landesanteil an der Kofinanzierung stieg von 36 Prozent im Jahr 2024 auf 60 Prozent 2025 – finanziert durch Bundesmittel. Bis November 2025 unterzeichneten alle 16 Länder Förderverträge, wobei die konkreten Maßnahmen variieren.

Über den Wohnungsbau hinaus sind weitere Reformen in Diskussion. Hubertz deutete an, dass die Änderungen über den neuen Konzern hinausgehen würden, blieb zu Details aber noch vage.

Der SPD-Vorstoß für einen Bundeswohnungsbaukonzern markiert einen Kurswechsel nach früherer Kritik. Sollte der Plan umgesetzt werden, würde er den öffentlichen Wohnungsbau in ganz Deutschland ausweiten. Die nächsten Schritte hängen von Verfassungsänderungen und den laufenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ab.

Quelle