23 May 2026, 04:19

ifo-Chef Fuest warnt: Deutschland droht Italiens Stagnations-Schicksal

Ifo-Präsident Fuest sieht Bundesregierung auf 'Kollisionskurs'

ifo-Chef Fuest warnt: Deutschland droht Italiens Stagnations-Schicksal

Deutschlands Wirtschaft steckt in tiefen Schwierigkeiten, warnt Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts. Er bezeichnete das Land als das „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ und drängte die Regierung, zu handeln, bevor es zu spät ist. Seine Äußerungen folgen auf Jahre der Stagnation und wachsende Sorgen um die öffentlichen Finanzen.

Fuest betonte, dass die deutsche Wirtschaftsleistung seit 2019 auf demselben Niveau verharre – sieben Jahre ohne Wachstum. Kleine Verbesserungen im ifo Geschäftsklima-Index wies er als trügerisch zurück und beharrte darauf, dass das Land nach wie vor in einer schweren Krise gefangen sei.

Im Vergleich zu Italiens langjähriger Stagnation warnte Fuest, Deutschland drohe ein ähnliches Schicksal, falls nicht schnell gehandelt werde. Zudem kritisierte er die Wachstumsstrategie von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf: Nach einem Jahr im Amt habe sie keine Ergebnisse gebracht.

Zu den Plänen von Volkswagen, in deutschen Werken elektrisch betriebene Autos chinesischer Entwicklung zu fertigen, äußerte sich Fuest düster: „Vielleicht sollten wir schon froh sein, wenn überhaupt noch Produktion in Deutschland stattfindet.“

Fuest unterstrich, dass dieser Sommer die letzte Chance für die Regierung sein könnte, dringend notwendige Reformen durchzusetzen. Gleichzeitig warnte er, die öffentlichen Finanzen seien auf einem unhaltbaren Kurs – mit dem Risiko einer noch tieferen Krise, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen würden.

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Die Warnungen des ifo-Institutschefs zeichnen ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands. Ohne schnelle Reformen drohen dem Land anhaltende Stagnation, eine weitere Verschärfung der Haushaltsprobleme und ein fortschreitender industrieller Niedergang. Der Druck auf die Regierung, noch vor dem Schließen des Handlungsfensters zu agieren, wächst zusehends.

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