30 May 2026, 10:14

Internationale Studierende: Warum Praktika und Deutschkenntnisse über die Karriere entscheiden

International Absolventen dreimal wahrscheinlicher, in Deutschland Arbeit zu finden

Internationale Studierende: Warum Praktika und Deutschkenntnisse über die Karriere entscheiden

Internationale Studierende in Deutschland sehen nach dem Abschluss sehr unterschiedliche Berufsaussichten – je nach Studien- und Arbeitsentscheidungen. Wer Praktika absolviert, praxisnahe Forschungsprojekte mit Industriebezug durchführt oder jobspezifische Tätigkeiten ausübt, steigert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Dennoch kämpfen viele weiterhin mit Sprachbarrieren oder nebenerwerbstätigen Jobs außerhalb ihres Fachbereichs – Faktoren, die ihre Karrierechancen mindern können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden in Deutschland konzentriert sich auf MINT-Fächer und stellt damit eine wichtige potenzielle Fachkraftreserve dar. Aktuell fehlen in Deutschland rund 148.500 MINT-Experten, und in den nächsten zehn Jahren werden voraussichtlich weitere 1,85 Millionen Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Trotz dieses Fachkräftemangels haben jedoch nur etwa 15 Prozent der Studierenden verpflichtende Deutschkurse in ihrem Studienplan verankert.

Praktische Erfahrungen zahlen sich aus – wer während des Studiums Praktika macht, seine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen schreibt oder in fachnahen Jobs arbeitet, hat deutlich bessere Berufsaussichten. Dagegen tun sich Absolventen, die aus finanzieller Not heraus in branchenfremden Nebenjobs arbeiten, schwerer beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Auch Deutschkenntnisse spielen eine zentrale Rolle: Selbst in englischsprachigen Positionen erhöhen gute Deutschkenntnisse die Einstellungschancen erheblich.

Akademischer Weg als Sprungbrett für den Arbeitsmarkt Internationale Hochschulabsolventen finden dreimal häufiger eine Anstellung als Migranten, die direkt zur Arbeitsaufnahme nach Deutschland kommen. Viele ändern zudem ihre Pläne, sobald sie im Berufsleben Fuß gefasst haben: Rund 26 Prozent, die ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt geplant hatten, entscheiden sich später für einen langfristigen Verbleib. Wer über den Bildungsweg einwandert, möchte zudem 1,6-mal häufiger dauerhaft in Deutschland bleiben.

Hochschulen reagieren mit neuen Programmen Um diese Herausforderungen zu bewältigen, führen Universitäten gezielt neue Initiativen ein – darunter engere Kooperationen mit der Wirtschaft und Karrierevorbereitungsangebote speziell für internationale Studierende.

Die Kluft zwischen Studium und Berufserfolg ist deutlich: Wer über relevante Berufserfahrung und Deutschkenntnisse verfügt, findet leichter den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig arbeiten Hochschulen und Arbeitgeber daran, internationale Absolventen besser zu unterstützen – um kritische Fachkräftelücken zu schließen und sie langfristig in Deutschland zu halten.

Quelle