Iran-Krise treibt Spritpreise hoch – Ökonom warnt vor Inflationsrisiko für Deutschland
Paul WagnerIran-Krise treibt Spritpreise hoch – Ökonom warnt vor Inflationsrisiko für Deutschland
Jens Südekum, ein führender Wirtschaftswissenschaftler und Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, hat vor den wirtschaftlichen Risiken gewarnt, die von der eskalierenden Iran-Krise ausgehen. Steigende Spritpreise und die Sorge vor einer weiteren Inflation könnten bald deutsche Haushalte und Unternehmen belasten, betonte er in jüngsten Stellungnahmen.
An den deutschen Zapfsäulen sind die Kraftstoffkosten bereits um etwa 20 Prozent gestiegen. Südekum bezeichnete das von der Regierung kürzlich beschlossene Entlastungspaket für Autofahrer als angemessene Reaktion auf den Preisanstieg. Er machte jedoch deutlich, dass der Staat nicht jeden Preisschub für die Bürger abfedern könne.
Der Ökonom wies zudem auf weitergehende Risiken hin: Sollten die Energiepreise weiter steigen, könnten auch die Lebensmittelkosten folgen und die Inflation zusätzlich anheizen. Wie stark die Auswirkungen ausfallen, hänge davon ab, wie lange die Krise andauere und wie schwerwiegend sie werde.
Auf die Frage nach weiteren Maßnahmen für den Fall einer Verschärfung der Lage wollte sich Südekum nicht festlegen. Stattdessen verwies er auf das Vorgehen Luxemburgs bei der Regulierung von Preiserhöhungen als mögliches Vorbild. Dies könnte verhindern, dass Energieunternehmen die Situation für übermäßige Gewinne ausnutzen.
Südekums Äußerungen unterstreichen die Unsicherheit, der sich die deutsche Wirtschaft gegenübersieht. Zwar zielen die aktuellen Maßnahmen darauf ab, die Belastungen zu mildern – doch er machte klar, dass nicht alle finanziellen Lasten abgefedert werden können. Die kommenden Monate werden zeigen, ob zusätzliche Schritte notwendig werden, um Preise und Wachstum zu stabilisieren.






