Jeder zweite Fahrschüler in Baden-Württemberg fällt 2025 durch die Theorieprüfung
Nina BauerFast die Hälfte scheitert - Der Führerschein bleibt ein Hindernis - Jeder zweite Fahrschüler in Baden-Württemberg fällt 2025 durch die Theorieprüfung
Fast die Hälfte der Fahrschüler in Baden-Württemberg ist 2025 durch die Theorieprüfung gefallen – auch bei den praktischen Tests war die Durchfallquote hoch. Die Bestehensquoten blieben dabei nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr, obwohl die Sorgen über steigende Kosten und mangelnde Effizienz wachsen. Nun sollen bundesweite Reformen die Ausgaben senken und das Führerscheinverfahren modernisieren.
Laut offiziellen Zahlen fielen 46 Prozent der Prüflinge in Baden-Württemberg in diesem Jahr durch die Theorieprüfung. Bei den praktischen Tests lag die Durchfallquote bei 37 Prozent – ein Wert, der dem Trend der Vorjahre entspricht. Zwar stiegen die Prüfungszahlen bundesweit – die Theorieprüfungen nahmen um 1,6 Prozent auf 2,04 Millionen zu, die praktischen Tests um 4,9 Prozent auf 1,89 Millionen –, doch die genauen Zahlen für Baden-Württemberg bleiben unklar.
Viele Fahrschulen melden rückläufige Anmeldungen, da Fahrschüler ihre Ausbildung verschieben, in der Hoffnung auf sinkende Kosten. Bayern verzeichnete unterdessen die zweitmeisten Theorieprüfungen (254.349) und die drittmeisten praktischen Tests (212.226), während die Daten aus Baden-Württemberg unvollständig sind.
Als Reaktion hat Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) Reformvorschläge vorgelegt, um die Kosten zu drücken. Geplant sind unter anderem die Digitalisierung von Teilen des Prüfverfahrens sowie vereinfachte Abläufe für Theorie- und Praxisprüfungen.
Die Reformen könnten den Führerschein erschwinglicher und zugänglicher machen. Sollten die Kosten sinken, könnte dies zu einem Anstieg der Anmeldungen in Fahrschulen führen. Bis dahin bleiben die Durchfallquoten jedoch stabil – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen, vor denen Fahranfänger stehen.






