Jens Zangenfeind wird neuer Landrat in Miesbach – CSU verliert nach Jahrzehnten die Macht
Nina BauerJens Zangenfeind wird neuer Landrat in Miesbach – CSU verliert nach Jahrzehnten die Macht
Jens Zangenfeind ist zum neuen Landrat des Landkreises Miesbach in Oberbayern gewählt worden. Der Kandidat der Freien Wähler setzte sich in der Stichwahl deutlich durch und erzielte 78 Prozent der Stimmen. Sein Sieg beendet damit Jahrzehnte der CSU-Führung in der Region.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung des amtierenden CSU-Landrats Olaf von Löwis, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Sieben Bewerber hatten sich zunächst um seine Nachfolge beworben, doch nur Zangenfeind und der CSU-Kandidat Franz Schnitzenbaumer erreichten die finale Runde. Schnitzenbaumer, der ehemalige Bürgermeister von Schliersee, kam lediglich auf 22 Prozent der Stimmen.
Zangenfeind war zuvor Bürgermeister von Hausham, bevor er sich um das höchste Amt im Landkreis bewarb. Sein Erfolg spiegelt einen politischen Wandel in Miesbach wider. Auch die Grünen konnten zulegen und sicherten sich bei der Kreistagswahl 2026 neun Sitze, während die AfD erstmals in den Kreistag einzog. Der ehemalige Landrat Wolfgang Rzehak, der nun für die Grünen antritt, bleibt weiterhin in der Kommunalpolitik aktiv.
Das Ergebnis markiert das erste Mal, dass der Landkreis nicht von einem CSU-Landrat regiert wird. Die Wählerunterstützung für Umwelt- und Klimapolitik scheint stabil zu bleiben – ein Kontrast zur langjährigen Dominanz der CSU in der Region.
Zangenfeinds Erdrutschsieg stellt einen klaren Bruch mit der Tradition in Miesbach dar. Die Freien Wähler übernehmen nun die Führung im Landkreis, während die CSU ihre langjährige Position verliert. Die anhaltende Präsenz der Grünen und das Debüt der AfD bringen weitere Veränderungen in die lokale Politik.






