Kai Wegners selektive Debattenpräsenz polarisiert Berlins Politikszene
Paul WagnerKai Wegners selektive Debattenpräsenz polarisiert Berlins Politikszene
Eine Reihe politischer Debatten in Berlin haben die Abwesenheit des CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner in den Fokus gerückt. Mehrere Diskussionen zu zentralen Themen fanden ohne seine direkte Beteiligung statt. Seine Abwesenheit sorgte zwar für Aufmerksamkeit, war für manche Beobachter jedoch kaum überraschend.
Steffen Krach von der SPD, Elif Eralp von der Linken und Werner Graf von Bündnis 90/Die Grünen diskutierten kürzlich über Bildungspolitik in der Hauptstadt. Vertreten wurde Wegner bei der Veranstaltung des Berliner Bildungsbündnisses von Katharina Günther-Wünsch (CDU). Der Moderator wies darauf hin, dass Krach, Eralp und Graf die Bühne vermutlich bereits zehn- oder elfmal gemeinsam betreten hätten.
Wegner ließ zudem Debatten über die Zukunft von Kunst und Kultur, die Prävention von Antisemitismus sowie die Arbeitswelt der Zukunft aus. Bei der Antisemitismus-Diskussion sprang Justizsenator Felor Badenberg für ihn ein. Trotz seiner Absagen bei diesen Veranstaltungen hat Wegner seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kleingärten bestätigt, die vom Landesverband der Gartenfreunde ausgerichtet wird.
Aus Kreisen der anderen Spitzenkandidaten hieß es, Wegners Fernbleiben sei kaum überraschend gewesen. Es gibt Spekulationen, dass das Kerntrio Krach, Eralp und Graf auch nach der Wahl weiter diskutieren könnte – Wegner hingegen möglicherweise keine weiteren Einladungen erhalten werde.
Wegners Teilnahme an öffentlichen Debatten fällt selektiv aus. Mehrfach wurden seine Vertreter für ihn aktiv. Sein bestätigter Auftritt bei der Kleingarten-Diskussion bleibt sein einziger geplanter Termin unter den jüngsten Veranstaltungen.






