20 June 2026, 14:10

Kinder- und Jugendverband droht Schließung durch fehlende Finanzhilfen bis Juni

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kinder- und Jugendverband droht Schließung durch fehlende Finanzhilfen bis Juni

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor einer möglichen Schließung aufgrund chronischer Unterfinanzierung. Ohne gesicherte finanzielle Unterstützung könnte die Organisation bis Ende Juni ihre Türen schließen müssen. Die Zentrale kämpft bereits seit Langem damit, die grundlegenden Verwaltungskosten zu decken.

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Der VKJH beschäftigt derzeit 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit 150 freiberuflichen Kräften in 17 Einrichtungen und 27 Projekten zusammen. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro, um eine Geschäftsführungsstelle sowie eine administrative Position zu finanzieren. Die ausbleibende Förderung lässt die Zukunft des Verbandes ungewiss erscheinen.

Die Stadt hat zudem damit gedroht, die OHA!-Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte abzubauen, die seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchgeführt hat. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) kritisiert die Entscheidung der Stadt, den Ombudsvertrag neu auszuschreiben. Gleichzeitig plant die Bildungsbehörde, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen und deren Trägerschaft neu zu vergeben.

Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, alle seine Einrichtungen und Projekte an die lokalen Bezirke zu übertragen. Obwohl die Bildungsbehörde die finanzielle Notlage des Verbandes anerkennt, hält sie an der Neuausschreibung der Ombudsstelle fest.

Das Überleben des VKJH hängt nun davon ab, bis Ende Juni zusätzliche Mittel zu sichern. Ohne diese könnte die Organisation zusammenbrechen, und ihre Angebote – einschließlich der Ombudsstelle – würden möglicherweise übernommen oder abgeschafft. Die geplante Neuausschreibung durch die Stadt verstärkt die Unsicherheit in dieser Situation weiter.

Quelle