Kochroboter-Hersteller kämpft mit Pleitegefahr trotz Millionen-Deals und KI-Innovationen
Lea HerrmannKochroboter-Hersteller kämpft mit Pleitegefahr trotz Millionen-Deals und KI-Innovationen
Ein Hersteller von Roboterküchen treibt trotz finanzieller Herausforderungen seine Expansionspläne voran. Das Unternehmen hat durch eine Mini-Anleihe 1,67 Millionen Euro eingesammelt, um die Produktion seiner KI-gesteuerten Kochroboter hochzufahren. Gleichzeitig ist der Aktienkurs in diesem Jahr um über 53 Prozent eingebrochen und liegt derzeit bei 5,58 Euro.
Das Unternehmen arbeitet daran, seine Pipeline von 8.000 Einheiten in bestätigte Verkäufe umzuwandeln. Die Geschäftsführung hat eine Umstrukturierung der Finanzierungsmodelle angekündigt, um diesen Prozess zu beschleunigen. Die Produktionskapazitäten für die Großserienfertigung sind bereits vorhanden – dank einer Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Celestica.
Pilotprojekte laufen derzeit mit zivilen Kunden, darunter REWE und Mercedes-Benz. Zudem hat sich das Unternehmen mit MMV Leasing zusammengetan, um Gastronomiebetrieben die Möglichkeit zu bieten, den Kochroboter CA-1 zu leasen. Über den kommerziellen Einsatz hinaus testen und erwerben auch die Bundeswehr und das ukrainische Militär die autonomen Kochsysteme.
Um weitere Investoren zu gewinnen, hat das Unternehmen ein Programm für American Depositary Receipts (ADR) für den US-Handel aufgelegt. Trotz dieser Bemühungen bleiben die finanziellen Aussichten schwach. Für 2025 wird ein Umsatz von lediglich 250.000 Euro erwartet, während die operativen Verluste auf bis zu 15 Millionen Euro steigen könnten.
Der Hersteller gibt an, über einen theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro zu verfügen. Dennoch halten die finanziellen Schwierigkeiten an: Die Aktie hat stark an Wert verloren, und für das kommende Jahr werden weitere Verluste prognostiziert. Ob es dem Unternehmen gelingt, seine Pipeline in reales Wachstum umzumünzen, hängt vom Erfolg der neuen Finanzierungs- und Leasingmodelle ab.






