22 March 2026, 04:15

LTL-Logistik 2025: Höhere Kosten trotz gleichbleibender Sendungsmengen im Teilladungsverkehr

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachten zeigt.

LTL-Logistik 2025: Höhere Kosten trotz gleichbleibender Sendungsmengen im Teilladungsverkehr

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) steigen 2025 weiter – trotz stabiler Sendungsmengen

Die Ausgaben im deutschen Teilladungsverkehr (Less-than-Truckload, LTL) sind auch 2025 weiter angestiegen, obwohl die Sendungsvolumina weitgehend unverändert bleiben. Ein aktueller Bericht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) zeigt steigende Kosten in den Bereichen Personal, Palettenhandling und Infrastrukturinvestitionen – was die Netzwerkbetreiber unter Druck setzt.

In der ersten Jahreshälfte 2024 waren noch 108 Umschlagterminals in die Kostenindex-Analyse des DSLV einbezogen. Bis zur zweiten Hälfte 2025 erhöhte sich ihre Zahl auf 128 Depots. Durch die Expansion sank die durchschnittliche Anzahl der pro Standort abgewickelten Sendungen um 3,3 Prozent.

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Die Sendungsmengen in den LTL-Netzen blieben nahezu konstant, mit einem leichten Rückgang im Jahresvergleich. Trotz dieser Stagnation stiegen die prozessbezogenen Sendungskosten im späten Jahr 2025 um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkosten blieben mit etwa 51 Prozent der Gesamtprozesskosten der größte Kostenfaktor und erhöhten sich um 3,7 Prozent.

Die Ausgaben für das Palettenhandling kletterten um 6,4 Prozent, angetrieben durch einen Preisanstieg bei Paletten um 21 Prozent. Auch die Betriebskosten stiegen um 4,2 Prozent, vor allem aufgrund von Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur. Maut- und Spritkosten blieben hingegen relativ stabil und dämpften so teilweise den Gesamtanstieg.

Die Netzwerkbetreiber sehen sich zudem mit zusätzlichen strukturellen Anforderungen konfrontiert, darunter die Notwendigkeit, digitaler, klimaneutraler und widerstandsfähiger zu werden. Der DSLV warnt, dass die Möglichkeiten zur weiteren Kostensenkung begrenzt sind – künftige Steigerungen dürften daher wahrscheinlich an die Kunden weitergegeben werden.

Die DSLV-Ergebnisse zeigen: Die Logistikkosten im Teilladungsverkehr steigen, obwohl die Sendungsmengen stagnieren. Da Personal, Palettenhandling und Infrastrukturinvestitionen die Ausgaben in die Höhe treiben, könnten die Betreiber bald Preisanpassungen vornehmen, um den Druck abzufedern. Die Branchenfokusse auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit verschärfen die finanzielle Belastung zusätzlich.

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