15 March 2026, 06:17

Markgräflerland bekommt 2026 ein völlig neues Busnetz mit Schweiz-Anbindung

Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, einer Brücke, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Markgräflerland bekommt 2026 ein völlig neues Busnetz mit Schweiz-Anbindung

Landkreis Lörrach plant umfassende Umstrukturierung des Busnetzes im Markgräflerland bis Ende 2026

Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Neugestaltung seines Busnetzes im Markgräflerland. Ab Dezember 2026 sollen sechs Hauptlinien, bessere Anschlüsse und ein ausgeweiteter Service in die Schweiz das Rückgrat des neuen Systems bilden. Ziel der Verantwortlichen ist es, das Reisen zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und den Schülerverkehr nahtloser in den regulären Fahrplan zu integrieren.

Die umgestaltete Netzstruktur wird am 13. Dezember 2026 unter einem fünfjährigen Betriebsvertrag an den Start gehen. Ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus gilt als Favorit für den Zuschlag des sogenannten "Markgräflerland-Bündels". Die Änderungen folgen auf Jahre wachsender Fahrgastzahlen – trotz eines pandemiebedingten Rückgangs von 15 Prozent im Jahr 2020 stieg die Nachfrage zwischen 2021 und 2025 insgesamt um 12 Prozent, mit jährlichen Zuwächsen von 8 bis 20 Prozent in den letzten Jahren.

Wesentliche Anpassungen im Überblick: Die Linien 200 und 265 werden bis zum Claraplatz in Basel verlängert. Zudem erhält die Linie 200 eine neue Führung durch das Weiler Stadtzentrum. Die Linie 255 verkehrt künftig stündlich an Wochentagen und verbindet Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und Lörrach häufiger miteinander. Parallel dazu wird der Landkreis seinen Nahverkehrsplan aktualisieren und bis zum Starttermin automatische Fahrgastzählsysteme einführen.

Die geschätzten Kosten liegen bei 4,45 Euro pro geplanten Kilometer, wobei der Landkreis für das Jahr 2027 mit einem Zuschussbedarf von rund 4,261 Millionen Euro rechnet. Die Verantwortlichen betonen, dass die Neuerungen Umstiege erleichtern und die Komplexität für Fahrgäste verringern sollen.

Das umgestaltete Netz soll mindestens fünf Jahre ab Dezember 2026 in Betrieb bleiben. Im Fokus stehen dabei eine bessere Erreichbarkeit, kürzere Wartezeiten und die Abstimmung der Schülerverkehre mit dem regulären Linienbetrieb. Die 4,261 Millionen Euro an Fördermitteln unterstreichen die Investitionen, die für den Ausbau und die Modernisierung des Systems notwendig sind.

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