05 June 2026, 14:44

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme des Rücktritts unter Druck

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme des Rücktritts unter Druck

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück

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Der Schritt erfolgt, während Hundt weiterhin unter Druck steht – wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit einem Unternehmen, das er zuvor geleitet hatte. Parallel dazu sind gegen eine weitere mit ihm verbundene Firma bereits Insolvenzverfahren eingeleitet worden.

Hundt hatte seinen Rücktritt zunächst eingereicht, später aber wieder zurückgezogen. Als Begründung nannte er Frustration über unbestätigte Gerüchte und falsche Vorwürfe gegen seine Person. Doch sein Sinneswandel hat den Berliner Senat nicht davon abgehalten, weiter an Plänen für seine Entlassung zu arbeiten. Eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt derzeit gegen Hundt im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Insolvenzverfahren für das Unternehmen wurde offiziell am 25. November 2025 eröffnet. Unabhängig davon läuft eine Prüfung der Deutschen Rentenversicherung, ob das Unternehmen fällige Sozialabgaben vorenthalten hat.

Auch Hundts Rolle bei der Humboldt Capture Germany GmbH steht im Fokus. Unterlagen zufolge fungierte er dort bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer, besaß jedoch keine Unternehmensanteile. Sollte er entlassen werden, stünde ihm dennoch eine Abfindung in Höhe von rund 72.000 Euro zu – was etwa sechs Monatsgehältern entspricht.

Während das Entlassungsverfahren des Senats kurz vor dem Abschluss steht, laufen die rechtlichen und finanziellen Überprüfungen weiter. Die Abfindung bleibt Hundt in jedem Fall garantiert, unabhängig vom Ausgang der Verfahren. Die Ermittlungen zu den Finanzen seines früheren Unternehmens und seiner eigenen Beteiligung sind noch nicht abgeschlossen.

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