Minijobber haben immer seltener Chancen auf Festanstellung in Deutschland
Paul WagnerMinijobber haben immer seltener Chancen auf Festanstellung in Deutschland
Immer weniger Beschäftigte in Deutschland schaffen den Sprung vom Minijob in eine reguläre Anstellung. Noch 2017 gelang über 100.000 Menschen dieser Wechsel – doch die Zahlen für 2022 zeigen einen deutlichen Rückgang. Nun diskutieren Politiker und Behörden über die Gründe für diesen Negativtrend.
2017 fanden insgesamt 102.084 Minijobber eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im selben Jahr wechselten zudem 27,1 Prozent der Bezieher von ergänzenden Sozialleistungen in ein reguläres Arbeitsverhältnis. Bis September 2022 waren es jedoch nur noch 50.831 – hochgerechnet auf das gesamte Jahr etwa 67.775.
Besonders stark ist der Rückgang bei Empfängern von Sozialleistungen: Ihre Übergangsquote sank von 27,1 Prozent im Jahr 2017 auf nur noch 18,6 Prozent bis September 2022.
Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, machte für den Rückgang unzureichende Anreize im System verantwortlich. Jan Feser von der AfD kritisierte unterdessen die Bundesagentur für Arbeit, die es nicht schaffe, die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. Die Behörde selbst verwies auf strukturelle Schwächen am Arbeitsmarkt als Hauptgrund.
Die Zahl der Minijobber, die in ein festes Beschäftigungsverhältnis wechseln, hat sich seit 2017 fast halbiert. Da auch die Übergangsquoten bei Sozialleistungsbeziehern sinken, mehren sich die Forderungen nach systemischen Reformen. Behörden und Politiker prüfen weiterhin, wie sich das Problem am besten lösen lässt.






