Mitteldeutschland-Bahn: Modernisierung droht am Geld zu scheitern – Baubeginn erst 2028
Paul WagnerMitteldeutschland-Bahn: Modernisierung droht am Geld zu scheitern – Baubeginn erst 2028
Pläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden erneute Verzögerung
Das Vorhaben, das Reisen von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands beschleunigen soll, steht nun vor Finanzierungsengpässen und weiteren Verschiebungen. Die politische Forderung nach bundesweiter Unterstützung für das lang ersehnte Modernisierungsprojekt wird immer lauter.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen drängt auf schnellere Fortschritte bei der Mitteldeutschland-Verbindung. Die Strecke sei für die Region von zentraler Bedeutung, da sie Chemnitz und Dresden mit wichtigen Knotenpunkten wie Erfurt, dem Rhein-Main-Gebiet und dem Ruhrgebiet verbinde, argumentiert die Fraktion. Die geplante Voll-elektrifizierung der Linie sollte die Fahrzeiten verkürzen – doch das Projekt stockt.
Eigentlich hätten die Bauarbeiten bereits in diesem Jahr beginnen sollen, doch bisher wurde kein Spatenstich gesetzt. Der aktuelle Zeitplan sieht nun einen Baubeginn frühestens 2028 vor, die vollständige Elektrifizierung wird nicht vor 2032 erwartet. Allein der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz soll nach Schätzungen 544 Millionen Euro kosten.
Die BSW kritisiert, was sie als ungerechte Behandlung wahrnimmt: Während große Infrastrukturprojekte in Westdeutschland gefördert würden, müssten Thüringen und Sachsen mit Kürzungen leben. Die Fraktion fordert nun mehr Bundesmittel, um die Strecke auszubauen und zu elektrifizieren.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Projekt zur Verfügung stehen. Ohne zusätzliche Unterstützung bleibt die Zukunft der Bahnverbindung ungewiss.
Die Mitteldeutschland-Verbindung bleibt damit vorerst in der Schwebe – mit einem Baubeginn frühestens 2028. Politische Vertreter setzen sich weiterhin für die Freigabe von Mitteln ein und betonen, dass die Strecke für die regionale Anbindung unverzichtbar sei. Ohne eine Umverteilung im Bundeshaushalt könnten die geplanten Modernisierungen und die Elektrifizierung jedoch weitere Rückschläge erleiden.






