Müller wehrt sich gegen Vorwürfe im Diesel-Skandal und spricht über Nachfolgepläne
Paul WagnerMüller wehrt sich gegen Vorwürfe im Diesel-Skandal und spricht über Nachfolgepläne
Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller hat jede persönliche Verstrickung in den Vorwurf der Kursmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal zurückgewiesen. In einem offenen Statement zur laufenden Untersuchung bestätigte er zudem, dass bereits Gespräche über seine mögliche Nachfolge im Gange sind.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage, ob Porsche SE, der beherrschende Volkswagen-Aktionär, Investoren zu spät über den Abgasskandal informiert hat. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft dabei auch Müllers Rolle sowie die von zwei weiteren Porsche-SE-Führungskräften wegen des Verdachts auf Marktmanipulation.
Müller betonte, Volkswagen habe während der Krise alle kapitalmarktrechtlichen Offenlegungspflichten erfüllt. Er äußerte die Hoffnung auf eine zügige Klärung des Falls, ohne jedoch einen konkreten Zeitrahmen zu nennen.
Zu seiner eigenen Zukunft sagte Müller, sein aktueller Vertrag laufe noch bis Mitte 2020, und es gebe keinen unmittelbaren Druck für einen vorzeitigen Abschied. Zwar nannte er keine konkreten Kandidaten, machte aber deutlich, dass er einem internen Nachfolger den Vorzug geben würde. Weitere Details zu möglichen Nachfolgern wurden nicht bekannt gegeben.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation dauern derweil an, während Müller vorerst im Amt bleibt. Gleichzeitig bereitet sich der Konzern auf einen Führungswechsel vor, wobei vor 2020 keine offiziellen Personalentscheidungen erwartet werden.






